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„Neugraben hat ein Tauben-Problem“

Neugraben-Fischbek. Sie sitzen auf den Vordächern und Werbeschildern in der Fußgängerzone und auf Bäumen und Spielgeräten rund um den Marktplatz in Neugraben. „Neugraben hat ein Tauben-Problem“, sagt ein Neugrabener Kaufmann. Seine Kunden haben ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Tauben auch noch regelmäßig gefüttert werden.

„Das füttern von Tauben ist nicht notwendig, die Tiere finden auch so genügend Nahrung“, informiert die Polizei. Das füttern ist sogar explizit verboten, ein Bußgeld bis zu 5000 Euro droht. Die natürliche Nahrung besteht aus verschiedenen Pflanzensprossen, vielen Samen von Kultur- und Wildpflanzen, aber auch aus Schnecken, Würmern, Insekten, sowie Steinchen und Mineralien. Die Steinchen dienen der Verdauung der Nahrung im Magen.

Das füttern mit Brot, Nudeln und gefetteten Nüssen ist nicht nur für die Tauben nicht nahrhaft, sondern zieht auch andere Schädlinge wie Mäuse und Ratten an. Das schreckt auch andere Geschäftsleute auf, die mit Lebensmitteln arbeiten. Sie appellieren deshalb, die Tauben nicht zu füttern, da die Population rund um den Futterplatz nachhaltig anwachsen würde.

Die Stadttaube stammt ursprünglich von der Felsentaube ab, die zerklüftete Felswände mit Höhlen und Vorsprüngen im Gestein bewohnt. Die hohen Häuserschluchten in unseren Städten mit ihren Vorsprüngen, Nischen und steinigen Gebäudeoberflächen sind dem natürlichen Lebensraum sehr ähnlich und werden aus diesem Grund bevorzugt. In großflächigen Park- und Grünanlagen sowie auf Feldern wird die Stadttaube nicht dauerhaft ansässig, da dort hochgelegene Vorsprünge für die Nistplätze fehlen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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