Lüneburg

Tankschiff sinkt nach Leck ab – Elbe-Seitenkanal für mehrere Stunden voll gesperrt

Lüneburg. Am Freitagabend ist ein Tankschiff im Elbe-Seitenkanal vor dem Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck leckgeschlagen und sank über Nacht kontrolliert ab. Nach ersten Angaben war das 80 Meter lange Schiff in der Nacht zu Freitag in Hamburg-Harburg auf der Süderelbe gestartet. Am Abend erreichte der unbeladene Tanker den Oberhafen vor dem Schiffshebewerk Scharnebeck und machte am Kai fest. Dort bemerkte die Besatzung, dass Wasser in den Maschinenraum eindrang. Laut Feuerwehrangaben wurden die Einsatzkräfte gegen 18:15 Uhr zur Unterstützung alarmiert. Beim Eintreffen der Retter stand der Maschinenraum schon etwa 15 Zentimeter unter Wasser. Durch zwei Tauchpumpen konnte der Wasserspiegel im Schiff gehalten und ein weiteres Absinken zunächst verhindert werden. Das abgepumpte Wasser war durch Öl und Diesel kontaminiert, sodass es von einer Spezialfirma entsorgt werden musste. Taucher der Feuerwehr suchten erfolgslos nach dem Leck am Schiff. Weitere Feuerwehrleute legten in dem mit Eisschollen bedeckten Elbe-Seitenkanal eine Ölsperre rund um den Tanker aus. Der zuständige Havariekommissar entschied am späten Abend, dass es das Beste sei, das Schiff kontrolliert absinken zu lassen. Nach seinen Berechnungen würde der Tanker durch den Wassereinbruch nicht versinken. Die Feuerwehr stellte daraufhin gegen Mitternacht die Pumparbeiten ein. Wegen des Feuerwehreinsatzes war der Elbe-Seitenkanal für mehrere Stunden für den Schiffsverkehr komplett gesperrt. Was die weiteren Maßnahmen am Schiff sind, soll am Samstag entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei Scharnebeck hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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