Hausbruch

Video zeigt Einsatz am Neuwiedenthaler Bahnhof – Polizei erklärt sich

Hausbruch. Mit den Worten „Polizei Gewalt gegen alte Frau“ (Original-Zitat) ist ein bei Youtube hochgeladenes Video bezeichnet, welches in 3:21 Minuten einen Ausschnitt eines Einsatzes der Bundespolizei und des Rettungsdienstes der Feuerwehr Hamburg zeigt, der sich bereits am 22. Oktober 2020 gegen 16:30 Uhr am südwestlichen Ausgang des S-Bahnhof Neuwiedenthal ereignete. In der Tat sind manche Szenen im Video mindestens irritierend. Man sieht, wie eine ältere Frau nach Widerstand gegen die Rettungskräfte zu Boden gebracht wird. Dieser Einsatz ist seinerzeit nicht öffentlich geworden, weil die Polizei grundsätzlich nicht aktiv über psychische Erkrankungen berichtet, teilt die zuständige Bundespolizei mit.

Auf Nachfrage unserer Redaktion sieht man sich aber in der Situation, den Einsatz näher zu erklären, denn der Vorwurf der Polizeigewalt entbehre jeder Grundlage. Auf dem Bild sind neben der betroffenen Dame auch Polizei und Rettungskräfte und der Sohn der Betroffenen zu sehen.

Mitarbeiter der DB Sicherheit hatten die Frau und ihren Ehemann im Rahmen ihrer Bestreifung in einer S-Bahn ohne den Mund-Nasen-Schutz angetroffen. Die Sicherheitskräfte haben den Personalausweis verlangt und das Ehepaar zum Aufsetzen der Masken aufgefordert. Weil sie dieser Aufforderung nicht Folge leisteten, wurde die Polizei angefordert. Aufgrund ihrer lautstarken Schreie und sonstigen Ausfallerscheinungen (sie schrie, dass die Beamten sie töten wollten) haben die eintreffenden Beamten den Rettungsdienst alarmiert, weil sie eine Erkrankung der Frau vermuteten. Da die Frau bereits zuvor in ärztlicher Behandlung war und entsprechende Medikamente nicht genommen hatte, wurde durch die RTW Besatzung eine erhebliche Fremd- und Eigengefährdung der Dame festgestellt. Das bestätigte auch der Sohn, der versuchte seine Mutter zu beruhigen und zur Mitfahrt im Rettungsfahrzeug zu bewegen.

Die Beamten haben sich aufgrund der Lage entschieden, die Situation kontrolliert zum Ende zu bringen, weil sich zwischenzeitlich rund 30 Personen rund um das Geschehen versammelt hatten und lautstark Forderungen stellten. Dazu habe man die Frau zu Fall gebracht um sie dann ohne Fesselung den Rettungskräften zuzuführen. Die Frau beruhigte sich am Boden liegend schnell und konnte unter polizeilicher Begleitung mit einem RTW in ein Krankenhaus verbracht werden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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