Politik

SPD-Antrag verbessert Umsteigen am Bahnhof Neugraben

Neugraben-Fischbek. Mit der Umgestaltung des Neugrabener Busbahnhofs haben sich die Betriebsabläufe für die Busse verbessert. Dafür müssen nun Fahrgäste zum Teil weitere Umsteigewege in Kauf nehmen, ohne dass die ohnehin manchmal knappen Übergangszeiten angepasst wurden. Dies trifft besonders Fahrgäste auf der stark nachgefragten Richtung Sandbek / Heidbrook (Linie 240). Frank Wiesner, SPD-Fachsprecher für Mobilität: „Verärgerte Fahrgäste haben uns auch gefragt, ob das nicht verbessert werden kann. Eine Verlegung der Linien vom gegenwärtigen Abfahrtsbereich B zu C würde die Fußwege um etwa 50 m verkürzen. Am Haltestellenbereich C sind bisher nur Ankünfte vorgesehen. Eine Verlegung macht den Umstieg zwischen S-Bahn und Bus attraktiver.“

Ein entsprechender SPD-Antrag in der Bezirksversammlung Harburg wurde 15.03.2021 von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) unter Beteiligung der Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) sowie des Hamburger Verkehrsverbunds GmbH (HVV) wie folgt beantwortet: „Zunächst probeweise wird eine Verlegung der Abfahrten der Linie 240 in Richtung Neu Wulmstorf vom Haltestellenbereich B zum Haltestellenbereich C (aktuell ausschließlich Ankunftsbereich) befürwortet. Dadurch kann eine spürbare Verbesserung bezüglich der Wegebeziehungen für einen Großteil der Fahrgäste erreicht werden. Der Probebetrieb soll nach Möglichkeit zeitnah beginnen, mit dem Ziel, ihn bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 durchzuführen. Auf Grundlage der Erfahrungen im Probebetrieb soll dann entschieden werden, ob die Linie sinnvollerweise am Haltestellenbereich C verbleibt oder an den Haltestellenbereich B zurückgelegt wird.“

Dazu Holger Böhm, SPD-Sprecher für Süderelbe: „Das ist eine sehr gute Nachricht! Gerade Fahrgäste mit Kinderwagen, Gepäck und mobilitätseingeschränkte Menschen sind froh über jeden Meter weniger, den sie beim Umsteigen nicht laufen müssen. Hoffentlich zeigt der Probebetrieb, dass die Verlegung ein Erfolg ist.“ Die BVM weist abschließend darauf hin, dass der Haltestellenbereich C durch seine derzeitige reine Ankunftsfunktion nicht alle Merkmale für barrierefreie Haltestellen gem. HVV-Leitfaden erfüllt. Auch ein Fahrgastunterstand ist dort nicht vorhanden. Ein barrierefreier Einstieg an der 2. Tür ist aber möglich.

Bei einer Entscheidung für den dauerhaften Verbleib der Abfahrten der Linie 240 in Richtung Neu Wulmstorf am Abfahrtsbereich C ist darum sicherzustellen, dass die fehlenden Elemente für eine vollständige Barrierefreiheit, namentlich der Auffindestreifen und das Einstiegsfeld für Rollstuhlfahrende kurzfristig nachgerüstet werden. Die Zuständigkeit hierfür liegt beim Bezirksamt Harburg. Bei einem dauerhaften Verbleib am Haltestellenbereich C wäre zudem vorgesehen, diesen mit einen Fahrgastunterstand auszustatten. Um die notwendigen Abstimmungen für die Einrichtung des Probebetriebs durchzuführen, wird die Hochbahn kurzfristig auf das Bezirksamt Harburg zugehen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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