Landkreis Harburg

Krisenintervention – helfen, wenn das Leben aus den Fugen gerät

Landkreis. Ein plötzlicher Unglücksfall – und das Leben gerät aus den Fugen. Die ehrenamtlichen Helfer des Kriseninterventionsteams der Johanniter im Landkreis Harburg sind genau dann für Angehörige, Opfer, Verursacher und Zeugen da. Sie begleiten Betroffene, etwa bei unvorhergesehenen Todesfällen wie dem plötzlichen Kindstod oder nach einem Verkehrsunfall, Suizid oder Gewaltdelikt. „Wir unterstützen Angehörige, die völlig überraschend vom Tod eines nahestehenden Menschen erfahren und machen sie wieder handlungsfähig“, erklärt Ingo zum Felde, Leiter des Kriseninterventionsteams. 2011 gegründet, hatte das Team bis jetzt 656 Einsätze.

Für Menschen, die sich in diesem Ehrenamt engagieren wollen, bieten die Johanniter ab Mai einen neuen Ausbildungskurs an. „Dort bereiten wir die Helfer umfangreich auf ihre künftige Aufgabe vor“, sagt zum Felde. Interessenten sollten teamfähig, mindestens 25 Jahre alt sein und sich und andere Menschen gut einschätzen können. Auch eine gute psychische und physische Belastbarkeit ist nötig sowie die Akzeptanz unterschiedlicher Weltanschauungen und Religionen. Es sind keine fachlichen Vorkenntnisse erforderlich.

Zum Team gehören derzeit 13 Frauen und acht Männer, die den unterschiedlichsten Berufen nachgehen oder bereits im Ruhestand sind. Sie alle haben die gleiche Motivation: „In der Krisenintervention möchten wir Menschen in einer besonderen Situation unterstützen – und sehen bei jedem Einsatz, dass wir wirklich helfen konnten“, beschreibt zum Felde. Die Ausbildung findet überwiegend an Wochenenden statt, dauert rund ein Jahr und entspricht den gemeinsamen Anforderungen von Hilfsorganisationen und Kirchen. Zusätzlich erfolgen begleitete Hospitationen im Einsatz. Um nähere Informationen zur Ausbildung zu bekommen, schreiben Sie eine E-Mail an: harburg@johanniter.de

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