Neu Wulmstorf
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Tauchgänge im Schulsee locken Schaulustige an

Neu Wulmstorf. Nachdem nun Sponsoren gefunden wurden, die das Projekt finanzieren, haben erste Tauchgänge im Neu Wulmstorfer Schulsee begonnen. Passanten staunten nicht schlecht, als das Boot von einem Autokran ins Wasser gesetzt wurde und erste Schwimmrunden drehte. Kaum einem der Einheimischen ist bekannt, dass der Schulsee in Neu Wulmstorf trotz seiner überschaubaren Größe durchweg 300 m tief ist und nicht, wie vermutet als Baggerloch der jüngsten Vergangenheit übrig blieb, sondern schon einige Jahrtausende alt ist. Wie durch die Form der Wasseroberfläche schon angedeutet, hat der Schulsee quasi eine elliptische Glaskolbenform, die in etwa 200 m Tiefe beginnt und unterirdisch eine Ausdehnung von etwa einem halben Hektar aufweist.

Nur ganz wenige, inzwischen sehr betagte Ortsansässige erinnern sich noch daran, dass in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges hier ein britisches Militärflugzeug versunken ist. Um dies nun endlich zu orten und das Wrack womöglich zu bergen, wurden jetzt die ersten Tauchgänge mit einem Klein-U-Boot durchgeführt. Gebaut wurde das Boot, das bis zu einer berechneten Tauchtiefe von 500 m ausgelegt ist und einen Tiefgang von nur 0,9 m hat, in 1978 auf der Sietaswerft in Hamburg-Neuenfelde.

Dort hat es auch der jetzige Eigentümer, ein Berufstaucher aus Neu Wulmstorf entdeckt und als Privatmann erworben. Bauart und Größe des Bootes sind für die Exploration von Gewässergrössen wie dem Schulsee ideal, so der Eigner. Obwohl das Gerät schon etwas betagt ist, funktioniert alles wieder einwandfrei, nachdem lediglich die Batterien teilweise erneuert bzw. restauriert werden konnten. Wegen der durch die Glaskolbenform relativ ausgedehnten Unterwasserfläche sind vorerst 30 Tauchgänge veranschlagt, jeweils Einer pro Tag. Erste Objekte, wie etwa Fahrräder oder Kinderwagen konnten schon erkannt werden. /d.jobst

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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