Politik

Gute Perspektiven für die Barrierefreiheit: Fahrstuhl zur S-Bahn kommt

Neugraben-Fischbek. Der Bahnhof Neugraben ist ein wichtiger Knotenpunkt im stark wachsenden Stadtteil Neugraben. Die Quartiere Vogelkamp und Fischbeker-Heidbrook haben mit ihren Neubauten viele neue Einwohnerinnen und Einwohner in den Stadtteil gebracht. Dieser Trend wird sich  in den nächsten Jahren fortsetzen und durch das neue zu gründende Quartier Fischbeker-Reethen noch verstärkt werden. Dies stellt neue Herausforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr. Die Stadt Hamburg hat daher in den letzten Monaten das südliche Bahnhofumfeld umgestaltet und den Busbahnhof umgebaut. Im Rahmen dieser Umgestaltung wurde auch ein Fahrstuhl fertiggestellt, der den barrierefreien Zugang vom Busbahnhofsniveau auf den Brückenübergang ermöglicht. Hiermit wird eine Verbindung zu den Gleisen 2 und 3 und zur Nordseite zum Quartier Vogelkamp geschaffen. Der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete und Verkehrspolitiker Matthias Czech (SPD) hat diesen Umbau zum Anlass genommen, beim Senat nachzufragen, wie sich der weitere Ausbau zu einem komplett barrierefreien Bahnhof gestalten wird.

Matthias Czech, Bürgerschaftsabgeordneter Foto: SPD Hamburg

Er erläutert die Antworten auf seine Nachfragen: „Ich freue mich sehr, dass wir nun Fortschritte bei der barrierefreien Erschließung sehen und auch einen Zeitplan für den weiteren Bahnhofsumbau erhalten haben. Auf der Nordseite des Bahnhofs wird am östlichen Bahnhofszugang ein Quartiersplatz entstehen, der von Torbauten gesäumt wird. Auf diesem soll ein neues Gebäude inklusive Kiosk den Zugang zum S-Bahnhof gewährleisten. Dieses wird mit einer Treppenanlage und zwei Aufzügen den Zugang barrierefrei ausgestalten. Das Gebäude ist aktuell schon im Bau und wird voraussichtlich im Mai fertiggestellt werden. Damit erhalten wir die barrierefreie Verbindung zwischen der Nord- und Südseite des Bahnhofs. Zusätzlich ist die DB Station&Service AG ist aktuell dabei, die Planung für den Aufzug von diesem Brückenübergang zu den Gleisen 2 und 3 zu erstellen. Leider wird dieser Prozess noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, so dass der Baubeginn erst für den Sommer 2023 geplant ist. Ein Jahr später soll der Aufzug in Betrieb genommen werden.“

Weiter geht aus der Anfrage von Matthias Czech hervor, dass es auch am westlichen Bahnhofszugang Planungen gibt, diesen mit dem Quartier Vogelkamp zu verbinden. Der dortige Tunnel soll nach Norden zum Vogelkamp geöffnet werden. Die Vorplanung ist nahezu vollständig fertiggestellt. Im Auftrag der IBA wird aktuell die Entwurfsplanung erstellt. Der Baubeginn ist für Anfang 2023 vorgesehen. Im Frühjahr 2024 soll der Zugang dann fertig sein. Der Zugang zum Tunnel vom Vogelkamp erfolgt dann über eine Rampenanlage, welche auch hier die Barrierefreiheit sicherstellt.

Matthias Czech sagte abschließend. „Der Hamburger Senat hat in den letzten Jahren das Ausbauprogramm für barrierefreie U- und S-Bahnhöfe stark beschleunigt. Wir als Bürgerschaft haben die dafür nötigen Gelder bereitgestellt. Diese neue Priorität kommt jetzt auch in Harburg an. Die Bahnhöfe Harburg, Harburg Rathaus und Heimfeld sind in den letzten Jahren schon barrierefrei umgebaut worden, wobei der letzte Aufzug in Harburg aktuell noch im Bau ist. Besonders freue ich mich, dass die Deutsche Bahn nun endlich auch einen Zeitplan für den schon lange geforderten Fahrstuhl in Neugraben zu den Gleisen 2 und 3 nennen kann. Leider ist sie damit drei Jahre langsamer als die Hamburger Planungen, aber wir haben jetzt eine Perspektive für eine echte Barrierefreiheit des Bahnhofs. Neugraben ist hiermit jetzt auch auf einem guten Weg, seiner stark wachsenden Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt gerecht zu werden. Ein gut ausgebauter und barrierefreier ÖPNV ist auch aus Klimaschutzgründen wichtig für unsere Stadt.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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