Harburg

Für eine bunte Tüte im Wert von 2 Euro geht ein 40-jähriger in Untersuchungshaft

Harburg. Ein 40-jähriger Türke wurde gestern Nachmittag nach Verdacht des Raubes vorläufig festgenommen und anschließend der Untersuchungshaftanstalt Hamburg zugeführt. Er hatte eine Tüte mit Süßigkeiten für rund zwei Euro erbeutet. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte der 40-Jährige gestern Nachmittag den Kiosk eines 49-Jährigen in der Bornemannstraße betreten. Er wollte Süßigkeiten mitnehmen, diese aber nicht bezahlen. Hieraus entwickelte sich ein Streit zwischen den beiden Männern, in dessen Verlauf der mutmaßliche Räuber dem Kioskbesitzer unvermittelt mit der Faust ins Gesicht schlug. Anschließend flüchtete er unter Mitnahme einer kleinen mit Süßigkeiten gefüllten Tüte aus dem Kiosk.

Der Kioskbesitzer folgte ihm und hielt ihn vor dem Kiosk fest. Der mutmaßliche Räuber setzte sich mit einem Regenschirm zur Wehr und ihm gelang letztlich die Flucht. Allerdings hatte er dabei sein Portemonnaie verloren, in dem sich auch seine Krankenkassenkarte mit einem Foto von ihm befand. Im Rahmen der Sofortfahndung wurde der flüchtige Tatverdächtige von Beamten des Polizeikommissariats 46 in der Bremer Straße Ecke Knoopstraße vorläufig festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung konnte neben dem Raubgut auch eine geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt werden.

Wie sich herausstellte, war der 40-Jährige erst vor knapp einer Woche nach einem Verschonungsbeschluss aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft erfolgte nun die erneute Zuführung in die Untersuchungshaftanstalt Hamburg. Die weiteren Ermittlungen führt das in der Region Harburg für Raubdezernat (LKA 184).

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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