Politik

„Neu Wulmstorf radelt mit – Mobilität aus der Lenkerperspektive!“

Neu Wulmstorf. Der Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion, Neu Wulmstorf an der Aktion Stadtradeln in der Metropolregion Hamburg zu beteiligen, kann nun, nachdem die Politik dem Antrag zustimmte, in die Praxis umgesetzt werden. Ziel der seit einigen Jahren stattfindenden Aktion ist, privat und beruflich möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, um mit der Fahrradförderung auch für mehr Klimaschutz und Lebensqualität in den Kommunen zu sorgen. Nicht zuletzt soll damit der Spaß am Fahrradfahren gefördert werden.

„Das hat gleich einen doppelten Nutzen“, bestätigt Tobias Handtke, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion und Bürgermeisterkandidat. „Fahrradfahren hält nicht nur fit und gesund, sondern hilft auch dem Klima. Wir freuen uns riesig, dass sich die Gemeinde an der bundesweiten Aktion beteiligt.“ Vom 30. August bis zum 19. September solle sich alles rund ums Rad drehen, freut sich Handtke, selbst ein begeisterter Radler. Aus Sicht der SPD-Gemeinderatsfraktion ist die Aktion der richtige Startschuss, um dem Radfahren mehr Beachtung zu geben. Handtke ist sicher, dass damit auch spielerisch mehr Bewegung in die Fahrrad-Mobilität komme. Das Fahrrad ist unschlagbar, wo es um klimabewusste Mobilität geht, auch bei den Alltagsanforderungen der Familien, beispielsweise zum Einkauf oder um die Kinder zur Kita zu bringen. „Diese unterschiedlichen Lenkerperspektiven brauchen wir für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung“, so Handtke. Um Akzeptanz und mehr Beteiligung zu erreichen, brauche man Aktionen zum Mitmachen sowie mehr Verständnis füreinander im Straßenverkehr. Mit dieser Aktion werde im wahrsten Sinne erfahrbar, wo es Nachholbedarf gibt.

Unter www.stadtradeln.de/neu-wulmstorf kann man sich bereits jetzt anmelden, allein oder als Team. Jeder Kilometer zählt und wird online erfasst. Für die Koordination konnte der ADFC-Ortsgruppensprecher Joachim Franke gewonnen werden. Auch auf die Verwaltung werden Aufgaben zukommen. Tobias Handtke bedankt sich ausdrücklich bei der Gemeindeverwaltung, die diese Premiere mit Schwung angehe.

Die Aktion wird ganz sicher erforderliche Maßnahmen kenntlich machen, zum Beispiel wo Fahrbahnen neu markiert oder Doppelsperrgitter abgebaut werden müssen. Das ist eine Zukunftsaufgabe, der wir uns stellen werden.

Das Land Niedersachsen hat die Bedeutung der Fahrradnutzung schon länger erkannt und den Ausbau von Radschnellwegen und der Verkehrs-Infrastruktur aus der Lenkerperspektive in den Blick genommen. Nach dem Motto „Einfach mal das Auto stehen lassen und auf zwei Räder umsteigen“, hat auch der Landkreis Harburg bereits die Werbetrommel gerührt und in seiner Mitteilung bereits interessante Infos veröffentlicht. Die 87 teilnehmenden Kommunen aus der Metropolregion folgen dem Aufruf des Klima-Bündnisses für mehr Klimaschutz und Radverkehr. Fast 40.000 Fahrradfahrerinnen und Fahrer beteiligten sich aktiv. Gemeinsam sind sie knapp 7,5 Millionen Kilometer geradelt und haben mehr als 1000 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Tobias Schmauder, Radverkehrskoordinator des Landkreises, hatte in der gleiche Pressemitteilung dazu erklärt: „Mit Stadtradeln wollen wir den Radverkehrsanteil im Landkreis noch weiter steigern.“Tobias Handtke freut sich darüber, dass ein bekannter Satz hier ausdrücklich zutreffe: „Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Eine tolle Aktion, der wir uns anschließen. Und die Möglichkeit für viele, das Rad neu zu entdecken. Es lohnt sich!“ Ein paar Wochen ist noch Zeit, um viele Neu Wulmstorferinnen und Neu Wulmstorfer zur Teilnahme zu motivieren.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

Ein Kommentar

  1. Ich bin selbst Ü60 und finde es erschütternd, wie dümmliche Symbolpolitik als Weg in die Zukunft gesehen bzw. verkauft wird. Das bisschen Geradel ist lächerlich im Vergleich zu dem was nötig ist. Wir stehen vor radikalen Veränderungen unserer Umwelt und der letzte Strohhalm der uns überhaupt bleibt sind radikale Änderungen. Alle tun so, als wenn es mit ein paar Trippelschritten getan ist. Das ist nicht so. Die Wissenschaft warnt seit 30(!) Jahren, ohne dass irgendwas Durchgreifendes passiert. Extinction Rebellion hat sich nicht wegen nichts gegründet. Da wächst etwas, das manch Mitmenschen völlig überfordern wird.

    Wenn man „die Verkehrswende“ von der Phrase zur Wirklichkeit machen will, ist der erste Schritt die radikale Entschleunigung. Man schaue nach Brüssel, die machen wenigstens Nägel mit Köpfen:https://www.tagesschau.de/ausland/bruessel-autos-101.html

    Der Autoverkehr verursacht jährlich 141 Milliarden Euro an ungedeckten Kosten:https://www.heise.de/newsticker/meldung/Autoverkehr-verursacht-Folgekosten-von-141-Milliarden-Euro-4505987.html

    Und selbst wer ein unfallfreies Autofahrerleben hinter sich bringt: stetes Autofahren ist der sicherste Weg in die frühzeitige Altersimmobilität.

    Die Zeit der unverbindlichen Empfehlungen geht zu Ende.

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