Politik

„Wir fühlen uns ein bisschen betrogen, Herr Weil“

Neu Wulmstorf. Auf Einladung des Neu Wulmstorfer Kandidaten für das Bürgermeisteramt, Tobias Handtke und der Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das Gymnasium Neu Wulmstorf besucht. Er stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler, die sich im 6er Rat um die Belange ihrer Mitschüler*innen kümmern. Die Fragen an den Ministerpräsidenten waren vielfältig und bezogen sich allesamt auf das Themenfeld der Corona-Pandemie. Schülersprecher Pelle Wilhelm aus dem 13. Jahrgang hat zu Beginn auf die Gefühlslage abgespielt. Er machte darauf aufmerksam, dass die sozialen Kontakte seit nunmehr einem Jahr nur äußerst eingeschränkt möglich sind. Gerne hat man Solidarität gezeigt und sich eingeordnet. Doch jetzt nimmt das Gefühl zu, alle anderen dürften wieder mehr unternehmen. Die Schülerschaft wünschte sich jetzt mehr Solidarität und Unterstützung. Eine der jungen Frauen aus dem 6er-Rat brachte das Thema „Impfung“ auf den Tisch:“ Wann sind wir dran?“ Die Vertreter der Lehrenden an der Schule wollten wissen, warum das Geld nicht für Sozialarbeiter und IT-Experten reiche, die eine Schule schon vor der Pandemie dringend benötigte. Jetzt würde sich bitter zeigen, wie wichtig sie sind. Der Ministerpräsident überraschte mit viel Verständnis und verstand es gut, den Fragestellenden Hoffnung und Zuversicht zu geben. Dabei machte Weil auch deutlich, dass es Ende Mai zur Aufhebung aller Priorisierungen kommen werde. Dann sei es auch den Schülerinnen und Schülern möglich, sich impfen zu lassen. Die Frage nach dem Geld nahm Weil mit in das Ministerium. Dazu sollte man nach den Ferien mal mit dem Schulminister sprechen, bot er vermittelnd an.

Svenja Stadler (MdB) vorne links und Tobias Handtke (Bürgermeister-Kandidat) hinten rechts, luden zum Dialog ein und mussten Stephan Weil nicht lange überzeugen. Foto: Suederelbe24.de
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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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