Landkreis Harburg

Autofahrer kommt von Straße ab und landet in Teich

Landkreis Harburg. Am Samstagvormittag ist ein Autofahrer in Dierkshausen im Landkreis Harburg mit seinem Auto von der Straße abgekommen und in einem ausgetrockneten Teich gelandet. Nach ersten Polizeiangaben war ein 60-jähriger Autofahrer gegen 10:20 Uhr mit seinem PKW auf der Hauptstraße unterwegs, als er in einer Kurve in der Ortsmitte nach rechts von der Fahrbahn abkam. Er fuhr gegen eine Laterne über den Fußgängerweg, gegen die Fassade eines Gasthofs und durchbrach schließlich einen Holzzaun. Dahinter stürzte der Wagen gut einen Meter in die Tiefe und landete in dem ausgetrockneten Mühlenteich. Ersthelfer befreiten den Dierskhausener aus seinem PKW. Da der Teich aktuell aufgrund von Bauarbeiten nur wenig Wasser führt, konnte der Mann schnell gerettet werden. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gefahren. Nach ersten Zeugenangaben war der ortskundige Mann mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und kam deswegen von der Straße ab. Mit einem Kran wurde der PKW aus dem Teich gehoben. Anwohner berichteten, dass in den letzten Jahrzehnten bereits fünf weitere Autos von der Straße abkamen und in den Teich gefahren sind. Der Sachschaden geht wegen des beschädigten Gasthauses in die Zehntausende. Die weiteren Ermittlungen der Polizei laufen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ein Kommentar

  1. Es häufen sich die Meldungen von unerklärlichen Fahrfehlern, die bei entspannt regelkonformer Fahrweise praktisch nicht auftreten können. Wer nicht rumrast wie ein Stier, sich in Fahrtrichtung orientiert und nicht auf dem Handy daddelt, kommt unter normalen Umständen nicht von der Straße ab. Blitzeis als Unfallursache scheidet jahreszeitbedingt wohl aus. Wieso passieren also dauernd Unfälle, die nicht passieren müssten? Ich finde nur eine Erklärung: Es werden Autos gebaut, mit denen die Leute nicht umgehen können. Wir sind inzwischen bei einer durchschnittlichen(!) Motorleistung von knapp 160 PS angekommen. Es gibt Serienfahrzeuge mit 600 PS und Höchstgeschwindigkeiten über 300 km/h. Angesichts der Tatsache, dass in naher Zukunft jede Kilowattstunde regenerativ hergestellt werden muss, ist das ein Anachronismus der Extraklasse. Der Energieverbrauch steigt im Quadrat zur Geschwindigkeit.
    In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Leute mit 34 PS mit alle Mann hoch nach Italien in Urlaub gefahren. Sind die heulend zusammengebrochen, weil die Kiste nur 100 lief? Heute wird es als Zumutung empfunden, am Berg runterschalten zu müssen.
    Wir brauchen endlich ein Verkehrsministerium, für das das Wort „Entschleunigung“ kein No- Go mehr ist. Ich bin für 30 innerorts, 60 auf der Landstraße und 100 auf der Autobahn. Wer schneller sein will, soll mit dem Zug fahren. Dann sind Krawallkisten heutiger Bauart unnötig, die Teilhabe steigt, der Energieverbrauch und die Umweltbelastung sinkt, die Lebensqualität in den Städten gewinnt deutlich. Das sind die Perspektiven der Energiewende, die endlich mit Leben gefüllt werden müssen. Alles andere ist dreiste Ignoranz, die wir uns längst nicht mehr leisten können.

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