Wirtschaft

Der Sommer kann kommen: DRK-Hospiz hat im Lockdown Haus und Garten auf Vordermann gebracht

Harburg. „Endlich!“ Britta True, Leiterin DRK-Hospiz für Hamburgs Süden, ist erleichtert. Endlich ist angesichts sinkender Corona-Zahlen wieder Land in Sicht. Der Shutdown, immer wieder neue Verordnungen, strenge Besuchsregeln – alles das hat die schwerkranken Gäste, deren Angehörige und das DRK-Hospizteam täglich herausgefordert. Auch wenn die Besuchsregeln zu jeder Zeit vergleichsweise „mild“ waren, so hatte das Team trotzdem das Gefühl, nicht immer der eigenen hospizlichen Haltung gerecht zu werden. „Maskenpflicht, die zwingend nötige Distanz – für unsere Arbeit in der Begleitung und Pflege ist das eine Gratwanderung. Es gilt ja jederzeit, alle so gut wie möglich zu schützen. Der Umgang mit einer geschlossenen Eingangstür, einem Hygienekonzept, einer Besucherregistrierung, Schnelltests oder neuen Sitzanordnungen bei der täglichen Übergabe hat viel Zeit und Energie gekostet“, bilanziert die Hospizleiterin.

Ebenfalls gravierend: Durch die Regelungen wurden auch die seit Jahren gewachsenen, intensiven, persönlichen Kontakte zu Förderern und Spendern eingeschränkt, die wichtiger Baustein sind, um das Hospiz betreiben zu können. Doch Britta True und ihr Team sind flexibel: „Wir haben gelernt, dass Vieles sich einspielt und Abläufe, z.B. zu Neuaufnahmen, neu festgelegt. Wir haben vieles immer wieder diskutiert, um uns besser auf die neue Situation einzustellen.“

Inzwischen konnte die Zeit für längerfristige Projekte rund ums Haus genutzt werden, der Garten wurde sommerfit gemacht. Der Baumbestand ist ausgedünnt, neue Bäume und Büsche sind gesetzt. Zum Gartenhaus führt nun eine Rollstuhl-Rampe. Gemeinsam konnten DRK-Hausmeister Bernd Ulrich und der ehrenamtliche Helfer Klaus Rieckborn den Zaun erneuern. Und dank einer Spende der Bürgerstiftung für das Hospiz sind zwei Zimmer nachträglich mit elektrischen Markisen samt Windmessern ausgestattet, um die Räume im Sommer kühler zu halten.

Im blühenden Garten soll ab Sommer hoffentlich wieder das Angehörigen-Café stattfinden, das für viele Hinterbliebene ein erster wichtiger Treffpunkt ist und zur Trauerbegleitung dazugehört. Britta True weiß: „Was alle jetzt am meisten herbeisehnen, sind die persönlichen Begegnungen. Auch unsere Freunde und Förderer möchten wir deshalb bald zu kleinen Gesprächsrunden in den Garten einladen, um den Kontakt wieder aufzunehmen.“ Wenn auch das Sommerfest wegen Corona abgesagt werden musste: Die Vorbereitungen für die Hospizwoche im Herbst (10.-17.10.) laufen bereits.

DRK-Spendenkonto:
„Hospiz für Hamburgs Süden“
IBAN: DE 57 2005 0550 1262 2082 08

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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