Sport

Harburger Judoka räumen in Dänemark Medaillen ab

Harburg. „Ich bin immer noch richtig euphorisiert, nach der langen Corona-Pause war dieses Turnier ein richtiges Highlight“, sagt Raimund Geerdts vom KSC-Bushido gegenüber Suederelbe24.de. Im dänischen Fredericia fand, direkt an der Küste, ein Outdoor-Turnier statt. Auch drei Judoka des KSC waren dort an den Start gegangen und sahen sich insgesamt mit 200 Judoka aus der ganzen Welt konfrontiert.

Drei Judowettkampfflächen hatte der Ausrichter an den Österstrand  in Fredericia gebracht. Für die KSC-Judoka war es der erste Wettkampf nach Februar 2020. Damals hier ging Linda Jean in Vejle bei den Danish Open das letzte Mal auf die Matte. Für die 5 jährige Jenna sollte es die erste Judoturnier Teilnahme werden. Sie startete als Jüngste und mit Ihrem 20KG Kampfgewicht als leichteste Kämpferin. In Ihrer Turniergruppe ging es um darum, Punkte für verschiedene Techniken zu sammeln. Dieses brachte Ihr dann auch die ersehnte Bronze Medaille ein. Sie ging immer mutig und mit einem Lächeln in die Begegnungen, auch wenn die Gegner, teilweise mit 9 Jahren, fast doppelt so alt waren. Alle Kinder waren glücklich unter freien Himmel und bei Sonnenschein Judo zu machen.

Traumhaftes Turnier: Direkt an der dänischen Küste konnten sich rund 200 Judoka nach mehr als einjähriger Pause
endlich wieder messen. Foto: KSC

Nachdem Schwester Jenna mit Ihrem ersten Judowettkampf durch war, kam es zum Comeback Ihrer größeren Schwester Linda Jean, die sich auch riesig freute, endlich wieder bei einem Wettkampf auf der Matte zu stehen. Linda ging sichtlich nervös aber hoch motiviert in Ihre erste Begegnung gegen die Lokalmatadorin Laerke Helmer, hier kam es zu einem schnellen Sieg für durch eine Hüftwurftechnik. In der zweiten Begegnung ging es gegen die auch bereits International erfahrene Olivia Dons-Lassen, aber auch hier machten Linda alles richtig, gewann den Kampf vorzeitig mit Wurftechnik. Im finalen Kampf ging es gegen die amtierende dänische Meister aus der Hauptstadt Kopenhagen, Alice Sloth Hansen. Bereits 2018 standen sich die beiden im Finale der Copenhagen Open gegenüber, damals ging ebenfalls die KSC Judoamazone als Siegerin von der Matte. Es wurde dann auch der spannende, harte und vom Tempo betonte Fight der beiden tollen Judoka, in dem aber durch Übersicht und Kontrolle Linda, den Kampf mit einer spektakulären Wurtechnik gewann. Diese Goldmedaille ist eine ganz besondere, so die 13 jährige Harburgerin, nach dieser langen Zeit des Lockdonws und dann so ein einzigartiger Event bei Sonnenschein am Strand.

Trainerin Bianca Geerdts, war  glücklich und zufrieden mit der starken Leistung von Linda, musste allerdings noch die Spannung halten, denn um 13.00 Uhr, bei Mittagssonne ging ja noch David Ray Geerdts auf die Judo Tatami. Für David war es seit November 2019 der erste Judowettkampf. Sichtlich angetan von den hohen Gürtelfarben seiner Gegner, behielt er aber einen kühlen Kopf und zeigte sein ganzes Können auch gleich in der ersten Begegnung gegen seinen Gegner aus Kolding David Comvalius. David gab gleich Vollgas, warf seinen Kontrahenten und beendete der Kampf mit
einem Haltegriff. Die zweite Begegnung hatte er gegen den Dänen Daniel Wils, auch hier gewann er vorzeitig mit Wurftechnik und anschließendem Haltegriff. Im finalen Kampf gegen Simon Germansen aus Aarhus, musste er sich leider knapp geschlagen geben. David war der aktivere Kämpfer und setzte mehr Techniken an als sein Gegner, machte dann einen tollen O-Uchi-gari (großer Innen-Sichel), wurde dann allerdings vom Dänen gekontert. Diese Kontertechnik ist in Deutschland in der Altersklasse verboten und so wurde David überrascht, aber am Ende des Tages überwiegt dann doch die Freude über die tolle Silbermedaille.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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