Wirtschaft

Elternlotsen gesucht: Neue Brückenbauer zwischen den Kulturen

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Harburg. Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter sind Vermittler zwischen den Kulturen: Sie unterstützen zugewanderte Familien bei Alltagsproblemen und erleichtern ihnen so das Ankommen im Stadtteil. Das Angebot, mit dem das DRK in Neuwiedenthal und Neugraben-Fischbek schon erfolgreich aktiv ist, wird nun erweitert auf vier Quartiere im südlichen Bezirk Harburg. Ab sofort können sich Menschen mit Migrationshintergrund, die als Elternlotsen tätig werden wollen, beim DRK für eine einmonatige kostenlose Qualifizierung melden, die am 16. August beginnt.

Mit dem neuen Elternlotsen-Projekt Harburg-Süd hat das DRK konkret die Stadtteile Wilstorf, Langenbek, Sinstorf und Rönneburg im Blick. „Hier leben viele neu zugezogene Familien, so dass der Bedarf an Beratung und Begleitung auf jeden Fall vorhanden ist“, sagt Kirsten Pollkehn, zuständige Bereichsleiterin beim Harburger Roten Kreuz. „Wenn diese Familien wirkungsvoll unterstützt werden, profitieren davon alle im Stadtteil. Auch für die Lotsen selbst ist ihre Tätigkeit ein Gewinn, denn sie erfahren Wertschätzung und erweitern ihr Wissen. Manchmal finden sie später eine weiterführende Berufstätigkeit im sozialen Bereich.“

Koordiniert wird das neue Angebot in Harburg-Süd von den DRK-Mitarbeitern Jan Gefe und Ulrike Engel. „Unser Standort in der Schule Scheeßeler Kehre liegt benachbart zu den drei Wohnunterkünften Sinstorfer Kirchweg, Winsener Straße und Rotbergfeld. Wir halten Kontakt mit vielen Akteuren im Umkreis und sind eng mit den anderen DRK-Projekten verknüpft“, sagt Jan Gefe, der auch bei den Elternlotsen in Neugraben-Fischbek mitarbeitet.

Die gemeinsame Schulung für neue Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter des DRK findet vom 16. August bis 10. September an jedem Wochentag von 9 bis 13 Uhr statt. Die Teilnehmenden lernen unter anderem wichtige Anlaufstellen wie Ämter, Beratungsstellen oder Bildungseinrichtungen kennen. Nach erfolgreicher Qualifizierung erhalten sie für ihren Einsatz ein kleines Honorar. Finanziell unterstützt wird die Maßnahme von der Sozialbehörde Hamburg und dem Bezirksamt Harburg.

„Wir sind schon sehr gespannt auf die ersten Elternlotsen aus Wilstorf, Langenbek, Sinstorf und Rönneburg“, sagt Projektkoordinatorin Ulrike Engel. „Sie können eigene Erfahrungen und Kenntnisse weitergeben und zu kulturellen und sprachlichen Brückenbauern werden.“ Wer Elternlotse werden möchte, meldet sich telefonisch bei Ulrike Engel (0176 / 17660954) oder Jan Gefe (01577 / 3645726) oder per Mail an elternlotsen-harburg-sued@drk-paedagogik.hamburg

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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