Politik

Kinder wollen wieder ins Wasser – die DLRG machts möglich

Neu Wulmstorf. Bekannt ist die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Neu Wulmstorf vor allem durch den Schwimmunterricht, den schon Generationen von Kindern und Jugendlichen durch die Ehrenamtlichen der DLRG erhalten haben. Weniger bekannt ist, dass die DLRG nicht nur als gemeinnützige Hilfsorganisation im Wasser arbeitet, sondern auch Qualifikationen des Katastrophenschutzes mitbringt. 

In einem Gespräch, dass der SPD-Bürgermeisterkandidat Tobias Handtke mit Matthias Groth, Leiter der DLRG Neu Wulmstorf, führte, erklärte Groth den Zusammenhang: „Die Kinder wollen ins Wasser. Das geht derzeit nur unter Einhaltung des etwas komplizierten Hygienekonzepts, das für den Schwimmunterricht im Freibad gilt. Damit wir derzeit bis zu 80 Personen pro Durchgang trainieren können, müssen die Regeln eingehalten werden und sind auch viele Corona-Schnelltests erforderlich gewesen.“ Die Tests führt die DLRG im Testzentrum an der Wulmstorfer Straße selbst für die Gemeinde Neu Wulmstorf aus. Im Testzentrum sind regelmäßig 45 Ehrenamtliche tätig, um die täglichen Öffnungszeiten des Testzentrum abzudecken. Die DLRG konnte aufgrund ihrer Qualifikation als Katastrophenschutz-Organisation diese Aufgabe unverzüglich übernehmen, als Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig vor einigen Monate händeringend eine Lösung für das geltende Testgebot suchte. „Unser Einsatzleiter Phillip Koch und alle DLRG-Ehrenamtlichen leisten hier hervorragende Arbeit“, waren Handtke und Groth sich einig. Auch der Schwimmunterricht ist ohne das umfangreiche ehrenamtliche Engagement kaum möglich, wissen die beiden. 

Die Schwimmausbildung fortzusetzen ist notwendig, weil durch die Bäder-Schließung in der Vergangenheit schon mehrere Jahrgänge nicht ausreichend schwimmen gelernt haben, so Groth. Schon vor der Pandemie habe die DLRG eine Warteliste gehabt. Im vergangenen Jahr wurde deshalb die Nachricht, dass die Schwimmhalle für 2,6 Millionen Euro saniert wird, mit Erleichterung aufgenommen. Groth zeigte sich erfreut über den Einsatz der Politik in dem Zusammenhang. Er dankte auch für das Entgegenkommen der Gemeindeverwaltung, denn mit Beginn der Freibadsaison wurden verlängerte Trainingszeiten zur Verfügung gestellt. Aber das allein reiche nicht, bedauert er. Die Nachfrage sei dennoch kaum zu bewältigen, weil es nicht ausreichend viele Ausbilder gebe. Groth und Handtke stellten fest, dass die Sanierung der Schwimmhalle bis Ende 2022 das Angebot in den nächsten zwei Jahren nochmals verringern wird. Darum sollen jetzt so viele Kinder und Jugendliche wie möglich im Schwimmen unterrichtet werden. Normalerweise werden pro Unterrichtsdurchgang 120 bis 150 Kinder und Jugendliche betreut. Tobias Handtke lobte das Engagement der derzeit 25 Ehrenamtlichen, die diese Arbeit leisten. 

Die DLRG wird versuchen, während der Sanierungszeiten ihre Trainingsgruppen zusätzlich in den Schwimmhallen und Freibädern der umliegenden Gemeinden unterzubringen. Aber die Zusagen kommen wegen der Corona-Beschränkungen nur spärlich zurück. Am liebsten, so Groth, werde er sowieso im Neu Wulmstorfer Freibad bleiben, denn dies sei eine „tolle Freizeitanlage“. Nicht nur er wäre sehr erfreut, wenn sie erhalten bleibt, kommentierte Handtke daraufhin, und weiter: „Der große Mehrwert dieser Freizeitanlage ist bei allen unbestritten. Allerdings brauchen wir ein tragfähiges Konzept, das bedarfsgerecht und vor allem auch finanziell umsetzbar ist. Daran arbeiten wir alle gemeinsam.“ Die große Bedeutung der Bäder für die beiden wird auch an dem jährlich stattfinden Heidelauf deutlich, der damit immer verbunden wird. In diesem Jahr werden auch als Dank an den großen Einsatz der DRLG in der Pandemie die Startgelder an die DLRG Jugendgruppe gespendet. Weitere Infos zur diesjährigen Heidelaufwoche vom 10.-17. Juli unter www.spd-neuwulmstorf.de/heidelauf-2021  

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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