Harburg

Harburger Kriseninterventionsteams des DRK helfen in Rheinland-Pfalz

Harburg. Die Menschen in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten brauchen Unterstützung. Tausende Einsatzkräfte kümmern sich vor Ort um die Betroffenen. Mit dabei: eine zehnköpfige Gruppe ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer des DRK-Kriseninterventionsteams (KIT) aus Harburg. Mit drei Fahrzeugen haben sie sich gestern auf die 500 Kilometer lange Strecke gemacht. Die Anforderung für diesen Einsatz kam nur wenige Stunde vorher von der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) Rheinland-Pfalz, koordiniert wird das Ganze vom DRK-Generalsekretariat in Berlin.

Ziel: ein Lagezentrum am Nürburgring, in dem 150 Kräfte aus ganz Deutschland untergebracht sind, die sich um die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) kümmern. Es geht darum, Betroffenen zu helfen, mit schockierenden Erlebnissen so umzugehen, dass sie möglichst keine bleibenden Traumata erleiden und sie auf den ersten Schritten der Verarbeitung der Erlebnisse begleitet werden.

Die Eindrücke vor Ort beschreibt Malte Stüben, Leiter Kriseninterventionsteam: „Wir sind mitten in der Nacht angekommen und heute um 9 Uhr in Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband Hessen auf unterschiedliche Orte aufgeteilt worden. Konkretes Einsatzgebiet sind Gemeinden im Landkreis Ahrweiler. Ich war heute Vormittag mit meiner Kollegin Silke in der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort sind Menschen untergebracht, die durch das Hochwasser ihr gesamtes Hab und Gut und im schlimmsten Fall auch Angehörige oder Freunde verloren haben. Ein weiterer Teil unseres Teams kümmert sich heute in einem Hotel um Menschen, die ebenfalls schwer betroffen sind. Bisher sind es überwiegend Familien mit Kindern und ältere Personen, mit denen wir meist im Freien sprechen und die massiv unter dem Eindruck des Geschehens stehen. Wir hören zu, versuchen zu stabilisieren, sie wieder handlungsfähig zu machen und ihr soziales Netz zu aktivieren. Außerdem stehen wir bereit, Angehörige bei der Identifizierung von Vermissten und die Einsatzkräfte der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten zu unterstützen.“

Das KIT ist voraussichtlich bis Sonntagabend vor Ort. Die Arbeit des ehrenamtlichen Teams wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

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