Kulturhaus Süderelbe

Raus aus dem Krankheits-Gefängnis

Neugraben-Fischbek. Im Kulturhaus Süderelbe startet ab September 2021 eine neue Gruppe, die Kunst und Gesundheit verbindet. „Kunst und Körper sprechen dieselbe Sprache. Wir können die Sprache des Körpers mit der Kunst übersetzen, um Krankheiten besser zu verstehen“, sagt die Kursleiterin und Kunsttherapeutin Ulrike Hinrichs. „Dabei geht es nicht um perfektes Malen, sondern um die Kunst als Ausdrucksform“, ergänzt Hinrichs. Körperliche wie psychosomatische Erkrankungen und chronischen Schmerzen machen mürbe, müde und rauben Energie. Auch das Umfeld, Familie, Kinder, die Arbeit, sind oft von der Dominanz der Erkrankung betroffen. Ziel der Gruppe ist es, mit Pinsel und Farbe einen neuen Blick auf die Erkrankung zu bekommen und sich dazu auszutauschen. „Künstlerische Prozesse öffnen Räume, in denen nicht lösbar erscheinende Probleme aus einer anderen Perspektive betrachtet werden können. Sie führen raus aus einem „Krankheits-Gefängnis“ und zeigen neue Möglichkeiten auf“, erläutert die Kursleiterin. Die Gruppe unterstützt den Prozess. Eine Frage, die als künstlerischer Impuls aufgenommen wird, könnte lauten: „Wenn dein Symptom ein Tier wäre, welches wäre das?“. Durch die Wandlung von problembelasteten Themen in Symbole und Bilder, zeigen sich versteckte Ressourcen und neue Wege auf, die dem Thema eine veränderte Richtung geben können. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos und wird gefördert durch die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. aus Projektmitteln der Hamburger Krankenkassen (GKV) und der Sozialbehörde. Anmeldung bei Ulrike Hinrichs, Tel. 040/81977616 oder ulrike.hinrichs@web.de

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