Harburg

Verbraucherzentrale zu Gast bei »Harburg feiert Vielfalt«

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung informieren sich über Quartiersprojekt

Harburg. Die Verbraucherzentrale Hamburg informierte beim Fest »Harburg feiert Vielfalt« über ihr Quartiersprojekt im Süden Hamburgs. Zu den Gästen am Infostand der Verbraucherzentrale gehörten auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung wie beispielsweise der SPD-Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi, die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Sarah Timmann und Dr. Anke Jobmann, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirksamt Harburg, sowie Abgeordnete von Grünen und SPD der Bezirksversammlung Harburg. Das Quartiersteam der Verbraucherzentrale gab einen Einblick in seine Arbeit, von der seit nunmehr drei Jahren Verbraucherinnen und Verbraucher in der Harburger Innenstadt und Eißendorf-Ost profitieren, weil das Stadtgebiet Teil des bundesgeförderten Modellprojekts „Verbraucher stärken im Quartier“ ist.

„Dass die unabhängige Unterstützung der Verbraucherzentrale in Harburg oft bitter nötig ist, zeigen die ,Fälle‘, bei denen unsere Kolleginnen und Kollegen erste Hilfe leisten“, berichtet Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. Ob Ärger mit Handy-Verträgen, Probleme bei Abrechnungen mit Energieversorgern oder hohe Inkassokosten – Schwierigkeiten wie diese könnten vielen Menschen mit geringem Einkommen den Boden unter den Füßen wegziehen und direkt in eine Schuldenspirale führen. „Durch die Corona-Pandemie hat der Hilfebedarf nochmals deutlich zugenommen“, so Knobloch.

Die regelmäßigen Sprechstunden der Verbraucherschützer im Stadtteilbüro im Gloria-Tunnel oder am Telefon nehmen immer mehr Ratsuchende in Anspruch. Waren es im Jahr 2019 noch 200 Besucher und Besucherinnen, so wurde das Quartiersteam 2020 bereits von 860 und im ersten Halbjahr 2021 von rund 500 Personen kontaktiert. Mehr als die Hälfte der Beratenen hatte einen Migrationshintergrund, ein Viertel waren Seniorinnen und Senioren. 

Neben den Sprechstunden sind auch die präventiven Informationsangebote der Verbraucherzentrale von großer Bedeutung. Vorträge und Workshops sollen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers helfen, besser auf die Herausforderungen des Verbraucher-alltags vorbereitet zu sein. Die Veranstaltungen finden beispielsweise im Rahmen von Deutschkursen oder Arbeitsfördermaßnahmen sowie in Kooperation mit Seniorentreffs und den Bücherhallen statt. Bildungs-einheiten zu Handy- und Internetverträgen, Kontoführung, Schulden und Ernährung im Alter waren in den letzten Jahren besonders nachgefragt. „Es ist wichtig, auf diesem Wege möglichst viele Menschen zu erreichen, denn nur so fallen sie auf miese Maschen gar nicht erst herein und kennen ihre Rechte“, so Knobloch.

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