Kultur

Kunstleihe Harburg lädt zur Besuchsreihe „Kunst vor Ort“

Harburg. Die Kunstleihe Harburg e.V. lädt im September und im Rahmen ihrer Reihe „Kunst vor  Ort“ zu weiteren Führungen ein. Orte sind u.a. der Kunstverein Harburger Bahnhof, das  Stadtmuseum Harburg und auch die Falckenberg-Sammlung. Und auch digital geht es  bald in heimische Ateliers.  Ausstellungsbesuche waren durch die Covid-Pandemie lange schwer planbar. Die Kunstleihe Harburg hilft nun, sich neu oder erneut in der recht vielfältigen Harburger Kunstlandschaft zu orientieren. Nachdem die ersten Führungen zu „Kunst im Garten“ bei der Künstlerin Antje C. Gerdts auf großen und positiven Zuspruch fielen, stehen nun weitere Termine  im September an. So lädt die Kunstleihe am Dienstag, 14. September um 15 Uhr in die Sammlung Falckenberg (Wilstorfer Str. 71, 21073 HH-Harburg) ein. Treffpunkt ist um 14.50 Uhr am Eingang.  

Mit der Ausstellung ABY WARBURG: BILDERATLAS MNEMOSYNE. DAS ORIGINAL ist Aby  Warburgs berühmter Bilderatlas zurück in Hamburg. Der »Bilderatlas Mnemosyne« zählt  bis heute zu den weltweit bedeutendsten kunsthistorischen Forschungsprojekten.  Der Bankierssohn Aby Warburg (1866–1929) wandte sich nach seinem Studium der Kunstgeschichte schon früh von der damals verbreiteten Genre- und Zeitzuordnung von Kunst ab  und untersuchte die Wechselwirkungen von Bildern aus verschiedenen Epochen und kulturellen Kontexten. Er entwickelte den »Bilderatlas Mnemosyne«, um die Einflüsse der Antike auf die Renaissance und weit darüber hinaus bildlich darstellbar zu machen. Der Atlas  entwickelte sich bereits im Entstehungsprozess zu einem Erkenntnisinstrument. Warburgs  Methode setzte neue Maßstäbe: Die neue Form der Anordnung kanonisierter Bilder über schritt die Fachgrenzen zwischen Kunstgeschichte, Philosophie und Anthropologie und war  grundlegend für die heutigen Disziplinen der Bild-und Medienwissenschaften.  

Weiter geht es am Samstag, 18. September um 13 Uhr in der Helms-Lounge, Museumsplatz  2, Hamburg Harburg. Dort wird anlässlich des 100. Geburtstags von Carl Ihrke eine nur ein tägige Ausstellung seiner Werke gezeigt. Carl Ihrke war ein Maler, Grafiker, Bildhauer und  Bühnenbildner. Kunststudium in Weimar, Parisaufenthalt, Mitglied des Hamburger Künstlervereins. Sein Werk umfasst Linolschnitte und Lithografien von Kirchen und alten Häusern  in Harburg und Umgebung, Zeichnungen und Malerei von Häusern und Landschaften auf Sylt, Kunst am Bau z.B. Fenster in der Friedrich-Ebert Halle und St.Johannis-Kirche, Ham burg-Harburg, Tierplastiken, Fischbrunnen in der Lämmertwiete.  

Die vorerst letzte Führung der Reihe findet am Dienstag, 21. September um 16 Uhr im Kunstverein  Harburger Bahnhof statt. Der Kunstverein besteht seit mittlerweile 30 Jahren, hat sich im  ehemaligen Wartesaal der 1. Klasse zum Ort für aktuelle Kunst entwickelt und wird dabei  mittlerweile von der Behörde für Kultur und Medien institutionell gefördert. Aktuell ist  dort die Ausstellung von Adam Christensen mit dem Titel „Küss mich, bevor du gehst“ zu  bestaunen. Erklärungen sowohl zum Anspruch des Kunstvereins, zum Ort aber auch zur  Position der aktuell ausstellenden Künstlerin Christensen gibt Vereins-Kurator Tobias Peper. Treffpunkt ist um 15.55 Uhr direkt am Eingang über dem Fernzuggleis 3 im Bahnhof Harburg.  

Um Anmeldung für die Führungen wird aufgrund begrenzter Plätze unter kontakt@kunstleihe-harburg.de bzw. tel. 040 – 300 969 48 gebeten, die Führung ist kostenfrei, eine Spende aber erwünscht.  „Mit der Reihe führen wir niedrigschwellig sowohl an die Kunst als auch an unsere lokalen  Künstler*innen, unsere Kunstorte und Harburgs künstlerisches Schaffen heran“, so Sabine  Schnell vom Vereinsvorstand. „Anfang August hatten wir mit dem 1. Harburger Kunstfest  hier schon eine gute Resonanz erzielt und auch der Besuch der Moorburger Ausstellung  ´Kunst im Garten` zeigte das große Interesse an der lokalen Kunst.“ Erweitert wird das Projekt durch digitale Formate, die bald auf der Website www.kunstleihe-harburg.de weitere  Besuche in heimischen Ateliers und Gespräche mit Künstler*innen abbilden. Die Reihe  „Kunst vor Ort“ wurde möglich durch die freundliche Unterstützung des Förderprogramms  NEUSTART Kultur der Bundesbeauftragten für Kultur sowie des Fonds Soziokultur.  

Viele Kunstwerke lokaler zeitgenössischer Künstler*innen sind zudem in der Harburger Kunstleihe (Meyerstr. 26, Hamburg-Heimfeld) für eine geringe Gebühr leihbar, so dass man  sich auch in seinem ganz persönlichen Umfeld mit lokaler Kunst auseinandersetzen kann. 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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