Hamburg

GDL lässt die Muskeln spielen und droht mit weiterem Streik

Hamburg. „Wir hatten der Deutschen Bahn (DB) nach dem letzten Ausstand Zeit zum Nachdenken eingeräumt, doch mir scheint, dass der Bahnvorstand ein bisschen lange zum Überlegen braucht. Wenn nicht bis Anfang nächster Woche ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt, beginnt die GDL am kommenden Montag mit der Vorbereitung des nächsten Arbeitskampfes“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky.

Die Bahn entgegnet, dass ein Angebot auf dem Tisch liegt, man sei jederzeit bereit zum Verhandeln. Wesentliche Forderungen der Gewerkschaft sehe man erfüllt. Bei der GDL habe man das Gefühl, die DB spiele auf Zeit: „Doch das kann keine Option mehr sein, denn drei Arbeitskämpfe mit starken Auswirkungen im ganzen Land lassen sich nicht straflos ignorieren. Genauso wenig wie laut Endauswertung 24 000 Streikteilnehmer, die ihrem Unmut über diesen Arbeitgeber im letzten, fünftägigen Ausstand eindrucksvoll Luft machten. Auch die Entscheidungen der Gerichte sind eindeutig. Das Landesarbeitsgericht Hessen hatte am vergangenen Freitag glasklar entschieden, dass die Streiks zulässig, verhältnismäßig und rechtmäßig sind und die GDL für alle ihre Mitglieder Tarifverträge abschließen darf.“ zeigt sich Weselsky kampfeslustig.

„Die Frage, ob wir streiken können, hat sich angesichts unserer kampfbereiten Mitglieder nie gestellt“, so Weselsky, „und die Frage, ob wir streiken dürfen, haben die Gerichte eindeutig mit Ja beantwortet. Die Alternativen liegen somit auf dem Tisch und die DB hat die Wahl, wohin die Reise geht. Sie sollte mir ihrer Entscheidung allerdings nicht allzu lange warten. Den Zeitraum haben wir genannt.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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