Kolumnen

Mit Tricks ins Kanzleramt? Das wird nichts, außer noch peinlicher!

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Es passt zu einem Kanzlerkandidaten, der von einem ins nächste Fettnäpfchen trat und stets inhaltslose Floskeln von sich gab und am Ende des Wahlkampfs die Wiederauferstehung der Kommunisten aus den Ruinen des Ostblocks herbeibeschwor. „Einen Linksruck müssen wir verhindern“, tönte Laschet in die Mikrofone der Journalisten. Das eine derartige Kampagne verfängt, verrät einiges über unsere Gesellschaft.

Das Laschet sich jetzt, mit gut 1,7% weniger Stimmen als die SPD, einen Regierungsanspruch ableitet, verrät noch mehr über den Zustand der Union. Eine „Zukunftskoalition“ soll die wichtigen Themen ausmachen und sich darüber verständigen, wie man das ganze jetzt anpackt, Jamaika soll es richten. Das ist die Vorstellung eines Mannes, der die größten Verluste der Union in der Geschichte zu verantworten hat und überdies eindeutiger Wahlverlierer ist.

Jemand, der sich mit diesem Ganoventrick an der Macht halten will, komme was wolle. Wenn das nicht funktioniert, war es das für Laschet. Der Mann hält sich mit aller Gewalt am Strohhalm fest. Doch die Luft ist dünn. Denn sowohl die Grünen als auch Teile der FDP sehen nicht, wie sie eine in die Zukunft gerichtete Politik mit Laschet hinbekommen sollen. Klar ist, die Bildung einer Regierung wird die SPD ein Maximum an Zugeständnissen kosten. Doch genauso klar ist, die SPD wird am Ende den Kanzler stellen. Alles andere wäre dem Wählenden nicht zu vermitteln.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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