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Haspa-Trendbarometer: So möchten die Hamburgerinnen und Hamburger wohnen

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Hamburg. Die große Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger ist zufrieden mit ihrer persönlichen  Wohnsituation. Miete und Mietnebenkosten verschlingen gleichwohl einen großen Teil des  monatlichen Nettoeinkommens. Zudem werden weiter steigende Mieten und  Immobilienpreise erwartet. Deshalb halten zwei Drittel Wohneigentum auch für eine  besonders gute Form der Altersvorsorge. Am liebsten würden sie ohnehin in den eigenen  vier Wänden leben – am besten „im Grünen“. Dies ergab das aktuelle Haspa Trendbarometer, eine repräsentative Umfrage unter mehr als 500 Menschen in der  Metropolregion Hamburg im Auftrag der Hamburger Sparkasse.  

Zufrieden mit Wohnsituation 

Vier von fünf Hamburger:innen sind eher oder sogar sehr zufrieden mit ihrer aktuellen  Wohnsituation. Unzufrieden zeigen sind hingegen lediglich 17%. Auch wenn sich die  Mehrheit wohl fühlt, zeigen sich bei näherer Betrachtung spürbare Unterschiede. Zum einen  steigt der Wohlfühlfaktor mit höherem Einkommen. Zudem gilt: Je älter, desto zufriedener. Während bei der Gruppe der Ü55-jährigen fast die Hälfte sogar sehr zufrieden ist, sind es bei  den 18- bis 24-jährigen gerade einmal 18%. Der Grund liegt auf der Hand: Während ältere  Menschen ihre gekaufte oder gemietete Traumimmobilie bereits gefunden haben, macht sich  die GenY meist erst auf den Weg.  

Großteil des Einkommens geht für die Miete drauf 

39% der Hamburger:innen geben mindestens die Hälfte ihres Einkommens für Miete und  Mietnebenkosten aus. Denn 14% der Mieter müssen sogar mehr als die Hälfte ihres  Einkommens fürs Wohnen ausgeben, bei 25% ist es etwa die Hälfte. Bei 38% der Mieter  sind es rund ein Drittel und lediglich 19% zahlen weniger als ein Drittel. Gerade  Geringverdiener geben prozentual besonders viel für die Miete aus. 60% der Befragten  berichten zudem, dass ihre Miete in den vergangenen 5 Jahren (deutlich) gestiegen sei.  

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Wohneigentum als Alterssicherung 

„Gegen Miet-Steigerungen ist man als Eigentümer geschützt“, sagt Jannis Engelhardt,  Produktverantwortlicher private Baufinanzierung bei der Haspa. „Angesichts der nach wie vor  niedrigen Zinsen empfiehlt es sich, über den Kauf einer Immobilie nachzudenken.“ Nicht zu  unterschätzen sei auch der Aspekt der Alterssicherung durch Wohneigentum. „Die ersparte  Miete wirkt im Alter wie eine zusätzliche Geldrente“, betont Engelhardt. Denn während beim  Eigentümer im Laufe der Jahre meist der Wert der Immobilie steige, seien es beim Mieter die  Kosten. Bei einem späteren Verkauf habe der Eigentümer einen Grundstock für künftige  Planungen, der dem Mieter fehle. Das sehen auch die Hamburger:innen so: Zwei Drittel sind  überzeugt, dass Wohneigentum eine gute Form der Altersvorsorge darstellt. Laut  Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft ist es gemessen an den Wohnkosten  in Hamburg rund 50% günstiger, Wohneigentum zu erwerben, als langfristig zu mieten. 

„Wohneigentum langfristig günstiger als Miete“ 

59% aller Befragten sind ebenfalls der Meinung, dass Wohneigentum langfristig günstiger ist  als zur Miete zu wohnen. Lediglich 14% sind der Auffassung, dass es umgekehrt ist. Die  Mehrheit der Mieter (55%) lieber in den eigenen vier Wänden wohnen. Nur 32% sind gern  Mieter. Besonders bei jungen Menschen ist der Wunsch nach Eigentum hoch. 82% der 18- bis 24-jährigen und zwei Drittel der 25- bis 44-jährigen bevorzugen Eigentum.  

Während deutschlandweit knapp die Hälfte der Menschen in Wohneigentum lebt, liegt die  Eigentumsquote in Hamburg mit rund 25% deutlich darunter. „Der Traum vom  Wohneigentum sollte für deutlich mehr Hamburgerinnen und Hamburger realisierbar sein. Denn Wohneigentum entlastet den Mietmarkt und beugt zugleich Altersarmut vor. Gerade für  Familien braucht es dafür aber finanzielle Erleichterungen, z.B. über eine an die  Einkommensverhältnisse angepasste Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie“,  sagt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa. „Ein Freibetrag bei der  Grunderwerbsteuer für Ersterwerber von selbst genutzten Immobilien würde ebenfalls helfen,  Baunebenkosten zu senken und Anreize zu setzen.“  

Ganz oben auf der Wunschliste steht ein eigenes, neu gebautes Haus. So liegt das eigene  Haus mit 61% deutlich vor der eigenen Wohnung (35%). Und der Neubau liegt mit 47% in  der Gunst der Befragten höher als eine Bestandsimmobilie (37%). Dabei nimmt neben der  

zentralen Frage der Energieeffizienz auch die Verbesserung der Barrierefreiheit in  Gebäuden und die Möglichkeit von generationenübergreifendem Wohnen einen höheren  Stellenwert ein. So finanziert die Haspa auch Mehrgenerationenhäuser. 

„Die eigene Immobilie ist für viele ein Lebenstraum. Dazu gehört jedoch weit mehr als die  Finanzierung. Die richtigen Partner und eine gute Vorbereitung sind das A&O“, erläutert  Engelhardt. Seine wichtigsten Tipps für den Immobilienerwerb lauten: 

1. Die Lage zählt. Schauen Sie sich das Umfeld ihrer Wunschimmobilie ganz genau an.  2. Besichtigen Sie die Immobilie mehrfach und ziehen Sie Bausachverständige hinzu.  3. Achten Sie darauf, dass die Immobilie zu Ihrem langfristigen Lebensentwurf passt. 4. Nutzen Sie Checklisten wie den Ratgeber Immobilienkauf. 

5. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und lesen Sie sich Unterlagen genau durch.  6. Sichern Sie sich möglichst früh eine Finanzierungsbestätigung  

7. Vergleichen Sie bei Finanzierungsangeboten  

8. Tilgen Sie Kredite nicht zu niedrig und planen Sie eine ausreichende Reserve ein.  

Wohnen am liebsten außerhalb der Stadt im Grünen… 

Einen klaren Trend gibt es bei der Frage, wo die Menschen am liebsten wohnen würden. Dieser dürfte auch durch die Erlebnisse der Corona-Pandemie beeinflusst sein. So  bevorzugen 35% eine Wohnlage außerhalb Hamburgs, weitere 23% zieht es ins Grüne wie  den Elbvororten oder den Walddörfern. „Der Trend zum Umland deckt sich mit unseren  Erfahrungen bei der Immobilienvermittlung“, bestätigt Lars Seidel, Geschäftsführer des  Immobilienmaklers Grossmann & Berger, der zum HASPA-Verbund gehört. Auf Platz drei:  Wohnlagen rund um die Alster (17%). Erschwinglichere Stadtteile mit guten  Zukunftsperspektiven würden noch 8% wählen. HafenCity oder Innenstadtlage lediglich 5%.  Für ein Szeneviertel wie die Schanze oder St. Pauli entscheidet sich nur 1% – selbst die  junge Generation hält sich hier zwar gerne auf, möchte aber anscheinend nicht unbedingt  dort wohnen. Während es die 18- bis 24-jährigen am liebsten an der Alster (38%) oder ins  Grüne (30%) zieht, bevorzugen die Ü55-jährigen stärker das Umland (44%).

Bei der Suche nach der Wunschimmobilie gibt es vielseitige Hilfestellungen, z.B. durch  Immobilienmakler wie Grossmann & Berger. Erste Anlaufstelle bei der Immobiliensuche sind  für 58% der Befragten Immobilienportale. Wenn es um die Finanzierung geht, ist die  Hausbank mit Abstand die erste Adresse (38%), gefolgt von der Internetrecherche (25%).  „Unsere Kund:innen erwarten eine transparente und objektive Beratung. Mit unserem neuen  BaufinanzFinder erhalten sie die beste Baufinanzierung aus 300 Angeboten“, erläutert  Engelhardt. „Mit dem Haspa Heimvorteil – unserer objektunabhängigen  Finanzierungsbestätigung – ist man zudem anderen Interessenten einen entscheidenden  Schritt voraus: Wer eine Immobilie kaufen möchte, kann bei der Besichtigung signalisieren, dass die Finanzierung steht – unabhängig vom Objekt.“ 

Corona: Zuhause gewinnt an Bedeutung 

Die Corona-Pandemie hat die persönliche Wohnsituation noch stärker in den Fokus der  Menschen gerückt. 85% der Hamburger:innen haben während Corona mehr Zeit in den  eigenen vier Wänden verbracht. 42% arbeiten auch von zuhause aus. 27% der Befragten  gaben an, mehr von zuhause aus zu arbeiten, als vor der Pandemie.  

Wünsche zur Verbesserung der Wohnsituation 

Und was wünschen sich die Menschen als Verbesserung ihrer Wohnsituation? Den ersten  Platz teilt sich ein geringerer Energieverbrauch mit dem allgemeinen Wunsch nach mehr  Wohnfläche (je 35%, Mehrfachnennungen möglich). Auf dem dritten Platz liegt der eigene  Garten (30%), dicht gefolgt vom schnelleren Internet (29%) und Balkon oder Terrasse (24%).  Aber auch eine bessere Anbindung an den ÖPNV (16%), ganz konkret ein separates  Arbeitszimmer (15%) sowie ein Fitnessraum (12%) und eine E-Ladestation (9%) stehen auf  dem persönlichen Wunschzettel der Hamburger:innen. 

Preisanstieg geht weiter 

Wer glaubt, dass die Corona-Pandemie dem Preisauftrieb ein Ende bereitet, könnte sich  täuschen. Das sehen zumindest die befragten Hamburger:innen eindeutig so. 47% erwarten  weiter stark steigende Preise, weitere 35% gehen von moderaten Preiserhöhungen für  Häuser und Wohnungen in der Hansestadt aus. 7% erwarten hingegen keine Veränderung,  lediglich 3% sinkende Preise. „Hamburg wird auch in Zukunft weiter wachsen – und damit  auch die Nachfrage nach Wohnraum“, betont Vogelsang. „Natürlich sind die Preise in den  vergangenen Jahren stark gestiegen – und in bestimmten Luxuslagen sogar sehr deutlich.  Wer für Wohnen in Stadtteilen der Zukunft offen ist, der kann trotz des angespannten  Marktes noch interessante Immobilien finden. Wir gehen davon aus, dass die Preise weiter  steigen, wenn auch langsamer als bisher.“ Gemäß dem Immobilien-Preistrend von Grossmann & Berger haben die durchschnittlichen Kaufpreise in Hamburg innerhalb von fünf  Jahren bei Häusern um 19% (Umland: 41%) und bei Wohnungen um 29% (Umland: 29%)  zugelegt. Die Regionen südlich der Elbe und das Umland haben weiterhin ein deutlich  günstigeres Preisniveau als die Kernstadtteile. Am teuersten ist Wohneigentum nach wie vor  in Harvestehude, gefolgt von Rotherbaum und den alsternahen Stadtteilen.  

Wo gibt es noch günstigere Immobilien in Hamburg? 

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, und ein überschaubares Budget zur  Verfügung hat, sollte sich südlich der Elbe umsehen. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis  unter 4.000 €/m² Wfl. vergleichsweise günstig ist es beispielsweise in den Stadtteilen  Rönneburg und Wilstorf oder in der Umlandgemeinde Seevetal. Auch in weiter entfernt  gelegenen Umlandgemeinden im Norden und Osten von Hamburg ist das Preisniveau noch  moderat wie beispielsweise in Henstedt-Ulzburg und Quickborn oder auch in Jersbek und  Delingsdorf. Vereinzelte Angebote bis 4.500 €/ m² Wfl. finden sich auch in Rahlstedt,  Meiendorf, Jenfeld, Bergedorf, Horn und Öjendorf. Jedoch steigen aufgrund des geringen  Angebots auch in günstigeren Lagen die Preise. 

Faktoren, die den Wert einer Immobilie steigern oder verringern können… Oft steckt der Teufel im Detail. Was auf den ersten Blick solide wirkt, stellt sich bei  genauerem Hinsehen als echter Mangel heraus, der schlimmstenfalls teure Folgekosten  oder eine deutliche Wertminderung verursacht. Natürlich kann eine Immobilie auch  überdurchschnittlich attraktiv sein, beispielsweise bei einer ruhigen Lage, guter Infrastruktur  oder einer erst kürzlich durchgeführten Modernisierung. Die Haspa-Experten haben Faktoren  zusammengestellt, die den Wert einer Immobilie spürbar beeinflussen können. 

Wertmindernde Faktoren 

∙ Lage im „Hinterhaus“ oder Souterrain 

∙ geplante Veränderungen im Wohngebiet, die zu Verschlechterungen führen können  ∙ Geruchs- oder Geräuschbelästigungen innerhalb oder außerhalb des Objekts  ∙ Instandhaltungsstau  

∙ Größe der Wohneinheit (Hochhäuser)  

∙ fehlende Trittschalldämmung und Geräusche aus Abwasserleitungen  ∙ fehlende oder geringe Wärmedämmung  

∙ schlechte Belichtung der Räume  

(Fenstergröße, Beschattung durch Nachbargebäude)  

∙ schadstoffhaltige Baumaterialien, z. B. Asbest  

∙ Feuchtigkeitsschäden in Wohnung oder Gebäude  

∙ Gebäudealter bzw. lange zurückliegende Sanierung  

∙ alte Heizungsanlage  

∙ fehlende Keller-/Abstellräume  

∙ kein weiter Blick aus dem Fenster (wegen naher Bebauung) 

Wertsteigernde Faktoren 

∙ beliebte Lage  

∙ Nähe zu Freizeitmöglichkeiten und Parks  

∙ ruhige Wohnlage  

∙ hochwertige neue Bäder  

∙ hochwertige neue Einbauküche  

∙ hohe Energieeffizienz, z.B. moderne Heizungsanlage, gute Wärmedämmung ∙ Stuck, Parkett, originale Kassettentüren und Fensterbeschläge  

∙ Dreifachverglasung 

∙ moderne Haustechnik: Lüftungsanlage, Einbruchschutz, smart home-Anwendungen ∙ großzügiger Balkon / großzügige Terrasse  

∙ Fahrstuhl bzw. barrierefreier Zugang  

∙ größere trockene Lagerräume (Keller)  

∙ Anbindung an öffentlichen Nahverkehr  

∙ uneinsehbares Grundstück  

∙ gute Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur  ∙ Garagen/Fahrzeugstellplätze

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

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