KulturHarburg

Führungen durch die Ausstellung „Orte Jüdischen Lebens in Harburg“ zu Harburger Gedenktagen 2021

Harburg. Die Harburger Gedenktage, die traditionell im Oktober und November an die Opfer und die Verfolgten des Nationalsozialismus erinnern, stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft“. Das Stadtmuseum Harburg beteiligt sich an den Gedenktagen mit seiner aktuellen Sonderausstellung „Orte jüdischen Lebens in Harburg“. Im Rahmen einer Kuratoren-Führung haben die Teilnehmer während des gesamten Veranstaltungszeitraums jeweils freitags um 14:00 Uhr die Möglichkeit, jüdischer Geschichte zu begegnen und das Leben jüdischer Menschen in Harburg näher kennenzulernen.

Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht. An diesem Tag im Jahr 1938 brannten die Nationalsozialisten im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches Synagogen und jüdische Einrichtungen nieder und verhafteten Menschen jüdischen Glaubens. In Harburg geschah dies einen Tag später, am 10. November: Jüdische Geschäfte wurden geplündert, die Leichenhalle auf dem Jüdischen Friedhof ging in Flammen auf und die Harburger Synagoge in der Eißendorfer Straße wurde verwüstet. In Erinnerung an diese Gräueltaten veranstaltet die Initiative Gedenken in Harburg seit vielen Jahren rund um den 10. November die Harburger Gedenktage.

Das Stadtmuseum Harburg trägt mit seiner Sonderausstellung „Orte jüdischen Lebens in Harburg“ dazu bei, die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Harburg zu vergegenwärtigen. Sie präsentiert erstmals Fragmente der Harburger Thora, die in der Progromnacht beschädigt wurde und zunächst verschwand. Im Rahmen einer Kuratoren-Führung haben die Teilnehmer vom 1. bis 27. November, jeden Freitag um 14:00 Uhr, die Möglichkeit, jüdischer Geschichte zu begegnen und das Leben jüdischer Menschen in Harburg näher kennenzulernen.

Die Ausstellung „Orte Jüdischen Lebens in Harburg“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Harburg, der Geschichtswerkstatt Harburg und der Initiative Gedenken in Harburg.

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