Winsen

Feuerwehr und Leitstelle üben für Großschadenlage

Winsen. Am frühen Sonnabendmorgen erhält die Rettungsleitstelle in Winsen eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Von Südosten zieht ein schweres Unwetter mit Orkanböen und heftigen Niederschlägen auf das Harburger Kreisgebiet zu. Dies war die Ausgangslage einer Stabsrahmenübung, die am Sonnabend in der Samtgemeinde Salzhausen stattfand. Um 8:30 Uhr löste die Leitstelle Alarm für die Mitglieder der Kommunalen Einsatzleitung (KEL) der Samtgemeinde aus, die umgehend zum Salzhäuser Feuerwehrhaus eilten. In den Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss des erst kürzlich fertiggestellten Gebäudes bereiteten sie alles für die zu erwartende Großschadenlage vor, um die Leitstelle im Winsener Kreishaus zu entlasten.

Kurz vor halb zehn gingen dort die ersten Notrufe aus dem Samtgemeindegebiet ein. Vier Disponenten nahmen diese entgegen und leiteten sie digital an die KEL in Salzhausen weiter. Hier wurden die Meldungen gesichtet und nach Priorität geordnet. Gegen 09:30 Uhr erfolgte dann die Sirenenalarmierung für die Feuerwehren Eyendorf, Putensen, Salzhausen und Vierhöfen. Aus dem Funkraum der KEL wurden den ausrückenden Wehren die Einsatzstellen durchgegeben und deren Rückmeldungen entgegen genommen.

Neben umgestürzten Bäumen und überfluteten Kellern und Straßen waren auch dringliche Einsätze mit Gefahr für Menschenleben dabei. Im gesamten Gemeindegebiet waren mehrere Personen in ihren Pkws durch umgestürzte Bäume eingeschlossen, in Garlstorf sollte ein Gebäude nach einem Blitzeinschlag in Brand geraten, in Vierhöfen das Dach einer Scheune weggeflogen sein. Gemeindebrandmeister Jörn Petersen als Leiter der KEL veranlasste daraufhin die Alarmierung der Feuerwehren Garlstorf, Garstedt, Gödenstorf/Oelstorf, Lübberstedt, Tangendorf, Toppenstedt und Wulfsen. Insgesamt fuhren die durch die KEL disponierten Einsatzkräfte im Rahmen der Übung 77 Einsatzstellen an.

In der KEL beobachtete der stellvertretende Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter „Elbe“ Torsten Lorenzen sowie die stellvertretenden Abschnittsleiter Michael Bulst und Jonny Anders die Arbeit der KEL. Der stellvertretende Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter „Heide“ Sven Wolkau war zeitgleich in der Winsener Leitstelle, um von hier den Ablauf der Übung zu beobachten. Von der Polizei war der Salzhäuser Dienststellenleiter Michael Stolze anwesend, um sich ein Bild von der Arbeit der KEL zu machen.

Nachdem gegen 13 Uhr alle Einsätze abgearbeitet waren, trafen sich alle Teilnehmer am Salzhäuser Feuerwehrhaus. In der Abschlussbesprechung zeigte sich Gemeindebrandmeister Petersen sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Bis auf kleinere Mängel habe alles lückenlos funktioniert.  Die Verbindung zur Leitstelle sei stabil gewesen und alle Einsatzstellen konnten nach Priorität angefahren und abgearbeitet werden.

Andreas Rogge von der Winsener Leitstelle war ebenfalls sehr zufrieden mit der ersten Vollübung mit Nutzung des Sonderlagenmoduls unter Realbedingungen. Es gab in der Vergangenheit zwar bereits mehrere kleinere Übungen aber eine Übung mit realen Alarmierungen und der Abarbeitung zwar fiktiver aber real eingehender Notrufe sei bisher nicht durchgeführt worden. Auch in der Leitstelle sei bis auf wenige kleine Mängel alles problemlos verlaufen.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Lorenzen zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Die Samtgemeinde Salzhausen ist sowohl was die Technik als auch das Personal betrifft sehr gut aufgestellt und was die Bewältigung von Großschadenlagen betrifft landkreisweit sehr weit vorn.“

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