HarburgWetter/Unwetter

„Daniel“ rüttelte die Metropolregion ordentlich durch

Hamburg/Landkreise. Das Sturmtief „Daniel“ hatte die Region stundenlang fest im Griff und sorgte in Hamburg und dem Umland für hunderte Rettungseinsätze. So berichtet die Feuerwehr aus dem Landkreis Harburg von zahlreichen Sturmschäden. In Hittfeld und Ehestorf stürzten Bäume auf Pkws, die Insassen blieben unverletzt. In Tötensen und Ramelsloh machte sich jeweils ein großes Trampolin selbstständig und musste von der Feuerwehr gesichert werden. In Kakenstorf und Maschen wurden Wohnhäuser durch umgestürzte Bäume beschädigt. Auch die Autobahnen waren betroffen. Die Feuerwehren Ohlendorf, Brackel und Fleestedt mussten mehrere umgestürzte Bäume von den Schnellstraßen räumen. Bereits um 13:47 Uhr musste in Sprötze der erste Baum durch die Feuerwehr von der Straße geräumt werden. Ab 17:30 Uhr erfolgten dann die Alarmierungen fast im Minutentakt. Erst kurz vor Mitternacht beruhigte sich die Lage im Landkreis Harburg wieder.

Der Hamburger DOM musste vorzeitig beendet werden. Foto: Blaulicht-News.de

In Hamburg wurde der DOM um 19:30 Uhr abgebrochen. Zu gefährlich war der Sturm geworden, vor allem Bauzäune, Lichterketten und lose Gegenstände flogen durch die Luft. Wenige Stunden später lies die Polizei Fahrzeuge auf dem Fischmarkt abschleppen. Kaum zu glauben, aber es gibt immer noch Leute, die noch nie etwas von Ebbe und Flut gehört haben. In Finkenwerder war ein Baum auf eine Deichverteidigungsstraße gekippt, zum Glück waren dort keine Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs.

Am Fischmarkt wurden drei PKW abgeschleppt. Die Besitzer hatten nicht mit Wasser gerechnet. Foto: Blaulicht-News.de

Ein Baums stürzte aufgrund des Sturms um ca. 20.45 Uhr in der Straße Am Weinberg in Rönneburg auf 4 parkende Pkws. Die Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr Rönneburg zerkleinerte den Baum mit einer Kettensäge. Verletzt wurde niemand.

Foto: Blaulicht-News.de

Die Staubschutzplanen, die vor herabfallendem Schutt und Staub schützen sollen, wurden mit zunehmendem Wind zum Problem. Das rief die Freiwillige Feuerwehr Harburg auf den Plan, die um kurz nach 19 Uhr die teilweise bereits abgerissenen Planen ganz entfernte. Auf allen sechs Etagen, schneiden die Feuerwehrleute das Netz auf der am stärksten durch Wind belasteten Seite herunter. Der Einsatz dauert etwa eine Stunde. Das Schulgebäude der Schule Schwarzenberg, ehemals Lessing-Gymnasium, wird gerade saniert.

Foto: HamburgNews

Die Feuerwehr Hamburg hatte rund 200 sturmbedingte Einsätze abzuarbeiten. Insgesamt kann man von einer moderaten Schadenslage sprechen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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