Maschen

Grundschule Maschen drückt Schulbank wie zu Kaisers Zeiten

Maschen. Die Schulbank drücken wie zu Kaisers Zeiten, das können Grundschulkinder aus Maschen im Dorfhaus. Das engagierte Ganztagsteam begann schon im ersten, pandemiebedingten Lockdown mit dem Aufbau eines kleinen historischen Klassenzimmers wie um 1900. Antiquarisches Schulmobiliar wurde hier wieder zum Glänzen gebracht und mit viel Liebe zum Detail entstand nach und nach beinahe ein kleines Museum, das die Kinder von heute staunend zum Spielen benutzen.

Die kleine Schülerbücherei im Erdgeschoss des Dorfhauses Maschen präsentiert sich nun in einer Ecke wie aus der Zeit gefallen: Das „Klassenzimmer“ wurde zweifarbig gestrichen und mit zeittypischen Gegenständen ausgestattet. Neben zwei originalen Schulbänken und einem Lehrertisch finden sich dort eine alte Kreidetafel, ein Ofen, ein großer Abakus und ein Tischchen mit Waschgeschirr. Die Wände schmücken eine Lehrtafel mit altdeutscher Schrift, eine alte Schuluhr, Bilder von Martin Luther und Kaiser Wilhelm II. sowie Aufnahmen von der ehemaligen Dorfschule in Maschen. In Vitrinen finden sich zudem alte Zeugnisse und eine Miniaturschule, zeitgenössische Schulbücher stehen auf einem Regal und am Garderobenhaken hängen die damals modisch angesagten Matrosenkragen. Eine Wandtapete zeigt eine ernst dreinblickende Maschener Schulklasse um 1915.

Die Kinder der heutigen Grundschule gehen im Rahmen des Sachunterrichts oder während des Ganztages in das alte Klassenzimmer. Sie werden mit Schürzen und Matrosenkragen „verkleidet“ und tauchen in die Vergangenheit ein. Ein strenger „Lehrer“ oder ein „Fräulein Lehrerin“ ist schnell ausgemacht: Spielerisch entdecken die Kinder die Unterschiede von Schule früher und Schule heute. Das Schulwesen gibt es in Maschen seit rund 350 Jahren. Aus diesem Anlass fanden im Rahmen einer Projektwoche einige Aktivitäten mit Kindern im Schulmuseum und in der Grundschule statt. Hierbei wurden Steckenpferde gebaut, alte Spiele gespielt, Sütterlin gelernt und kleine Filme gedreht.

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