Kolumnen

Gottesdienste mit 2G funktionieren sehr gut

🔔

 

Wir haben es einfach ausprobiert mit 2G in den Gottesdiensten und haben herausgefunden: Es funktioniert sehr gut. Alle sind es inzwischen gewohnt und alle haben ihren Impfnachweis und ihren Personalausweis immer bei sich: Rausholen, vorzeigen – alles klar, kein Problem.

Wir waren eine der ersten Gemeinden, wir habe 2G schon beim Erntedankfest ausprobiert. Deswegen gab es damals auch ein kleines Presseecho in Hamburg und auch in Deutschland(!). Und natürlich gab es dann auch ein etwas größeres E-Mail-Echo aus der großen weiten Welt, das nicht besonders positiv war. Aber das kam nicht von Menschen, die gern in die Cornelius-Kirche gekommen wären, die wohnen ja viel zu weit weg, denen ging es mehr um grundsätzliche Fragen. Auf viele habe ich geantwortet.

Wichtig ist und bleibt natürlich die Frage, ob hier in Fischbek Menschen durch die 2G-Regel vom Gottesdienst ausgeschlossen werden. Ob es also Menschen gibt, die gerne kämen, nun aber an der Kirchentür abgewiesen werden. Aber die gibt es nicht. In Einzelfällen kam es vor, dass jemand seinen Impfnachweis nicht dabei hatte. Ja, ärgerlich. Aber sauer war niemand. Noch mal schnell umkehren und ihn holen – es sind ja alles kurze Wege. Es blieb bei diesen Einzelfällen.

Alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aber haben einfach ein besseres Gefühl. Der Gottesdienstbesuch ist ohne Ängste und Sorgen möglich. Und so soll es doch sein. Das alles ist nicht ideal, aber wir suchen immer nach den besten Lösungen und Auswegen.

Gestern hat der Kirchengemeinderat beschlossen, dass es vorerst bei der 2G-Regel für Gottesdienste bleiben soll – sie hat sich gut bewährt.
Trotzdem und zusätzlich müssen nach den Vorgaben der Stadt aber auch, weil es dem gesunden Menschenverstand einleuchtet, während des ganzen Gottesdienstes medizinische Masken getragen werden. Auch müssen alle darauf achten, dass zwischen Personen unterschiedlicher Haushalte Abstände von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Wir haben die Bänke wieder entsprechend markiert.

Wie gut, dass unsere Kirche so groß ist. Oft wurde ja schon gefragt, ob die Kirche wirklich so viele und große Kirchengebäude braucht. Heute sagen wir: Wie gut, dass wir sie haben. Wir brauchen sie, wir können gar nicht ohne sie!

Auch Sonntag wieder, wie immer um 11 Uhr.
Dann geht es ebenfalls um die Weite, es geht um die Weite in unseren Herzen und um unterschiedliche Meinungen – ach nicht nur Meinungen, es geht um unterschiedliche Überzeugungen, gar unterschiedlichen Glauben. Meinungen prallen leicht aufeinander, in letzter Zeit gern auch mal am Wochenende. Im Gottesdienst am Sonntag wird es um die Weite im Herzen gehen. Sie hat nichts mit Abstandhalten und Distanz zu tun und auch nicht mit Sich-aus-dem-Weg-gehen. Es klingt nach einem Widerspruch und ist doch wahr: Die Weite im Herzen schafft Nähe zwischen den Menschen.
Ich freue mich auf den Gottesdienst und darauf, Euch zu sehen.

Mit lieben Grüßen
Ihr und Euer Gerhard Janke

Zeige mehr
AnzeigeIhre Zahlen klar im Blick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.