Hamburg

Zollkontrolleure fischen mutmaßlichen Verbrecher aus dem Verkehr

Hamburg. Einer Zollstreife ging bei einer Routinekontrolle eine scharfe Schusswaffe ins Netz. Neben der Waffe stellten die Kontrollkräfte auch einen Störsender und sogenannte Krähennägel sicher. Bereits Ende Januar kontrollierten Bedienstete des Hauptzollamtes Hamburg an der Raststätte Stillhorn-Ost einen mit vier niederländischen Staatsangehörigen besetzten Pkw.

Im Rahmen der Kontrolle stießen die Einsatzkräfte auf einen sogenannten Jammer, einen Störsender gegen Funksignale, und einen sogenannten Grinder, einen Zerkleinerer für Cannabisprodukte. Ein Fahrzeuginsasse versuchte sich unter einem Vorwand von der Kontrolle abzusetzen. Dies wurde aber verhindert. In seiner Jackentasche fand man eine Pistole Kaliber 9 mm mit eingeführtem Magazin und acht Schuss Munition 9×19 mm. Gegen den Besitzer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Daneben wurde im Fahrzeug eine geringe Menge Marihuana, sowie eine Schachtel mit selbst gefertigten Krähennägeln sichergestellt. Anschließend wurde die genutzte Unterkunft der Fahrzeuginsassen durchsucht. Die Beteiligten wurden nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg. Krähennägel wurden in der Vergangenheit von Tätern zur Absicherung ihrer Flucht benutzt. Diese sollen die Reifen der verfolgenden Behördenfahrzeuge beschädigen.

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