FreizeitHarburg

Vortrag: Lebendige Musikarchäologie – Klänge der Vergangenheit

Harburg. Dr. Ralf Gehler nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Geschichte der Musik. Viele Instrumente haben eine interessante Geschichte. Archäologische Grabungen aus unterschiedlichsten Teilen Europas brachten in den letzten Jahren eine Vielzahl von Musikinstrumenten ans Tageslicht, die uns einen Einblick in einen Teil der Musikgeschichte liefern, von der keine oder kaum geschichtliche Quellen künden. Erst das Spiel auf Repliken und Nachbauten dieser Instrumente lässt deren musikalische Möglichkeiten erahnen und jahrhundertelang verschüttete Klänge wieder zum Leben erwachen. Rekonstruktionen von Flöten, u.a. aus der Wikingersiedlung Haithabu, werden im Rahmen des Vortrags erklingen.

Die Herstellung von Musikinstrumenten hat eine lange Tradition. Schon unsere Vorfahren ließen sich von der Natur zum Musizieren inspirieren: ein Vogelknochen, ein Holunderast oder ein Rinderhorn dienten ihnen als Ausgangsrohstoff. Die Entwicklung von diesen einfachen Formen bis zum komplexeren Instrument wird in dem Vortrag von Dr. Ralf Gehler anschaulich – auch musikalisch – dargestellt.

Archäologische Grabungen brachten in den letzten Jahren eine Vielzahl von Musikinstrumenten ans Tageslicht, die uns einen Einblick in einen Teil der Musikgeschichte liefern, von der keine oder kaum geschichtliche Quellen künden. Zeitgenössische Bildquellen können das Wissen der Musikarchäologie erweitern und die ausgegrabenen Instrumente in einen gesellschaftlichen Zusammenhang setzen. Oft sind nur Teile eines Instruments erhalten und erst seine gesamte Rekonstruktion anhand von Bildquellen und Vergleichsfunden lässt die Funktion eines jahrhundertealten musikalischen Gegenstandes erkennen.

Multiinstrumentalist Dr. Ralf Gehler gibt auf unterhaltsame Weise einen lebendigen Einblick in diese musikalische Welt der Vergangenheit. Dabei werden zum Beispiel Rekonstruktionen von Flöten aus der Wikingersiedlung Haithabu erklingen sowie Maultrommeln, eine frühmittelalterliche Leier, Schwirrgeräte der Bronzezeit und Rohrblattinstrumente des Ostseeraumes bis hin zu Dudelsackrekonstruktionen des späten Mittelalters vorgestellt.

Der Vortrag findet am Sonntag, den 10. April um 16 Uhr im Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg (Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg) statt. Es ist der übliche Eintritt zum Museum zu zahlen. Die Anmeldung kann telefonisch unter 040 42871 2497 vorgenommen werden.

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