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Hightech-Medizin am Da Vinci Zentrum Harburg: Jetzt komplexe Lungen- und Baucheingriffe möglich

Harburg. Hohe Präzision, weniger Schmerzen und kürzerer Krankenhausaufenthalt: Das moderne OP-Robotiksystem Da Vinci ermöglicht komplexe endoskopische Eingriffe dank 3D-Optik – seit Kurzem auch bei Eingriffen an der Lunge. Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland: Jährlich erkranken mehr als 50.000 Menschen daran. Das Lungenzentrum des Asklepios Klinikums Harburg behandelt mehr als 2.500 Krebspatienten im Jahr: Bereits jetzt werden komplexe Krankheitsfälle aus anderen Bundesländern an die überregional renommierte Klinik für Thoraxchirurgie verlegt.

Seit Kurzem führen die Lungenexperten unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stefan Meierling komplexe roboterassistierte Eingriffe durch – eine Erweiterung des etablierten Angebots minimal-invasiver Verfahren. Hamburgweit ist das Angebot in diesem Umfang einzigartig. „Insbesondere für die Entfernung von Tumoren hinter dem Brustbein ist der Da Vinci-Roboter eine enorme Bereicherung, denn so können wir noch präziser am Herzbeutel und den Gefäßen im Brustkorb operieren, Tumorgewebe entfernen und das benachbarte Gewebe schützen,“ erklärt Dr. Christina Lohrenz, Leitende Oberärztin in der Thoraxchirurgie und erfahrene Da Vinci-Operateurin. Gemeinsam mit Dr. Stefan Meierling verantwortet die Chirurgin den Ausbau des spezialisierten medizinischen Angebots. Die Nutzung der innovativen Technik soll in Harburg zum Behandlungsstandard werden – auch in anderen Fachbereichen. Bereits jetzt kommt der Da Vinci-Roboter standardmäßig bei bestimmten urologischen Erkrankungen zum Einsatz.

Innovationsstandort Harburg

Seit Anfang 2019 finden roboterassistierte Eingriffe im Asklepios Klinikum Harburg statt – bisher profitierten jährlich mehr als 100 Patienten von der modernen OP-Technik. In der Urologie findet das Da Vinci-System vor allem bei Eingriffen an Niere und Prostata Anwendung, auch komplexe Blasenentfernungen operiert das Team von Chefarzt Dr. Oliver Engel mit dem Roboter.  Das Angebot wird zukünftig ausgeweitet – so sollen auch rekonstruktive Operationen roboterunterstützt durchgeführt werden.

Auch in der Allgemein- und Viszeralchirurgie wird der Roboter regelmäßig bei der Behandlung von End- und Dickdarmerkrankungen eingesetzt, denn so kann auch in schwer zugänglichen, engen Körperregionen präzise operiert werden. So lässt sich durch eine schließmuskelerhaltende Operation selbst bei tiefsitzenden Darmtumoren meistens ein dauerhafter künstlicher Darmausgang vermeiden. Außerdem bleiben wichtige Funktionen wie Potenz und Kontinenz erhalten – und damit die Lebensqualität der Betroffenen.

Im Laufe des Jahres werden weitere Spezialisten zu Da Vinci-Operateuren ausgebildet, insgesamt rechnet das Team mit mehr als 300 Patienten. Der vielfältige Einsatz der modernen OP-Technik und die stetige medizinische Weiterentwicklung machen Harburg zum Innovationsstandort südlich der Elbe.

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