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Freilichtmuseum feiert 10-jähriges Bestehen der landwirtschaftlichen Ausstellungswelt „Agrarium“

Rosengarten. Unter dem Motto „Landwirtschaft und Ernährung zwischen gestern, heute und morgen“ feiert das Freilichtmuseum am Kiekeberg am Wochenende vom 7. und 8. Mai das 10-jährige Bestehen seiner 3.300 qm großen, interaktiven Dauerausstellung „Agrarium“. Für die Besucher gibt es von 10 bis 18 Uhr vielfältige Führungen, Spiele, Experimente und Kochstationen. Außerdem erhalten Interessierte seltene Einblicke in die Schaumagazine und Werkstätten des Museums. Der Eintritt ins Museum kostet 9 Euro für Erwachsene – er ist frei für Besucher unter 18 Jahren und für Mitglieder im Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

Im Agrarium erleben Besucher eine Dauerausstellung über Landwirtschaft und Ernährung, die zur Eröffnung in seiner Vermittlungsart als Science Center deutschlandweit einzigartig war. Beim Jubiläumswochenende, 7. und 8. Mai, können die Besucher an verschiedenen Führungen teilnehmen: Im Agrarium entdecken sie die Themen Aussaat und Ernte sowie die Sonderausstellung „Herdanziehungskraft. Küche und Kochen“. In der Metallwerkstatt und auf der „Schrauberfläche“ im Agrarium sehen die Besucher der ehrenamtlichen Technik-AG des Museums bei der Arbeit zu. Eine alte Dampfmaschine im Einsatz veranschaulicht die landwirtschaftliche Arbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In den Kellermagazinen, Holz- und Metall-Werkstätten werfen die Besucher einen Blick hinter die Kulissen des Museums.

Von 10.30 bis 17 Uhr laden vielfältige Aktionen zum Mitmachen ein: Erwachsene und Kinder stellen Butter und Gemüseaufstrich her oder probieren die Siebdrucktechnik aus. Kinder fahren auf dem Trecker-Parcours und experimentieren mit Kartoffeln.

In einem Schaubereich sehen Interessierte die Historie des Agrariums: von der Bauphase und Eröffnung über die Einrichtung bis zur vielfältigen Nutzung für Veranstaltungen – vom Kochkurs bis zum Konzert. Auf drei Etagen widmet sich das Agrarium jeweils einem Thema: Landwirtschaft von der Aussaat bis zur Ernte, Antriebskräfte Dampf, Diesel und Strom sowie Ernährungswirtschaft. Wie arbeitet ein Landwirt heute? Was änderte die Erfindung des Traktors an der Ernährungssituation? Und was steckt hinter den Bio-Siegeln? Das Agrarium liefert Antworten und greift aktuelle und zukünftige Themen wie regionaler Produktanbau, Tierwohl und Nachhaltigkeit auf – es kooperiert dabei mit Betrieben in der Region. Die Ausstellungswelt beherbergt große Maschinen und Gerätschaften, eine Lehrküche und Landwirtschaftsschule sowie Räume für Tagungen. 30 historische Traktoren in offenen Stahlregalen veranschaulichen die Geschichte der Landwirtschaft. Architektonischer Höhepunkt ist der Treckerturm, der alle drei Etagen durchzieht. Die Ausstellung bietet den Besuchern Wissen über Land- und Ernährungswirtschaft in Texten, Bildern, Hör- und Filmbeispielen an: Zur Vermittlung gehören zahlreiche Mitmachstationen, Veranstaltungen, Kurse, Gruppenprogramme und Podiumsdiskussionen. So melken Besucher eine Modellkuh, erleben auf einem Lanz Bulldog-Traktor das rüttelnde Fahrgefühl der 1950er Jahre oder fahren in einer modernen Mähdrescherkabine via Simulator über das Feld.

Insgesamt wurden damals rund 5,7 Millionen Euro in das Agrarium investiert. Der größte Anteil stammt mit 3,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Unterstützung gab es vom Landkreis Harburg, dem Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg, der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, dem Lüneburgischen Landschaftsverband, der Gemeinde Rosengarten, der Hans-Jürgen Weseloh-Stiftung, der Stiftung „Hof Schlüter“, dem Landschaftlichen Kollegium des Fürstentums Lüneburg, der EWE AG, der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

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