GeschichteKolumnen

Mit dem historischen Dampf-Eisbrecher Stettin von Cuxhaven nach Hamburg die Elbe runter

Hamburg. Baujahr 1933 ist die „alte Lady“, wie ihre Besatzungscrew sie liebevoll nennt. Auf dem Schiff gibt es so viel zu sehen, zu entdecken, zu erfahren, dass eine Fahrt bei Weitem nicht ausreicht, um das historische und aktuelle Wirken dieses gediegenen Dampfers erfassen zu können! Sylvia Karasch vom Netzwerk Norddeutschland hat´s erlebt:

“ Das kohlebefeuerte Dampfschiff hat seinen Heimat-Liegeplatz im Museumshafen Övelgönne. Es gilt offiziell als technisches Kulturdenkmal, ist aber noch immer voll funktionsfähig und natürlich mit allen amtlichen Zertifikaten versehen. Beeindruckend: das Schiff wird 365 Tage im Jahr ausschließlich von einer ehrenamtlichen Besatzung gefahren, in Stand gehalten, gepflegt. Wer dabei mithelfen möchte: ehrenamtliche Aktive für Deck, Brücke, Maschine, Kessel und Service werden gesucht! (Nähere Infos unter http://www.dampf-eisbrecher-stettin.de/mitmachen.html)

Foto: Dampf-Eisbrecher STETTIN e.V. – Heidi Wiesner

In Cuxhaven über die Gangway an Bord gelangt, durfte ich mithilfe der netten Crewmitglieder zunächst mal die Außenbereiche des Schiffs entdecken, die Niedergänge „erklimmen“ bis hoch zur Brücke, wo man noch die Original- Schiffsapparaturen wie  Steuerrad, Maschinentelegraph und Sprachrohr sehen kann. Dann wieder runter zum Servicebereich und zum unteren Deck, von wo aus ich mit Sicherheitsabstand auch einen Blick in den Maschinenraum werfen konnte, in die Kohlekammer, in die Messe.

Dazu gabs natürlich während der Fahrt bei strahlend schönem Sommerwetter auch jede Menge außerhalb des Dampfers zu sehen: die Schleusenanlagen Cuxhaven und an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal beispielsweise, entgegenkommende Schiffe jeder Art und Größe, kurz vor Hamburg an Steuerbordseite dann sogar ein paar verspielte Robben auf einer Sandbank. Echt abenteuerlich für mich, das alles. Aber so faszinierend, dass ich noch im Nachklang total beeindruckt, beseelt, bewegt bin von all diesen Eindrücken!

Hier ein paar erste Momentaufnahmen, die für sich sprechen:

Weitere Infos und Fotos werden folgen. Versprochen. Denn ich bin nach 8-stündiger Fahrt die Elbe runter so vollständig begeistert von all dem, was sich einem da als Gast alles so bietet an „Seefahrt pur“, dass ich dranbleiben werde am Thema „Dampf-Eisbrecher-STETTIN“. Sie dürfen gespannt sein- in Kürze mehr …!“

Sylvia Karasch

Und hier noch ein paar technische Daten:

Auftraggeber:
Industrie- und Handelskammer zu Stettin
Bauwerft:Stettiner Oderwerke, Aktiengesellschaft
für Schiff- und Maschinenbau
Bau-Nr.:769
Auftragserteilung:31. 08. 1932
Stapellauf:07. 09. 1933
Indienststellung:16. 11. 1933
Herstellungspreis:547.000,– RM
Länge:51,75 m
Breite:13,43 m
Tiefgang achtern:5,40 m
Raumgehalt:836 BRT / 783 BRZ
Wasserverdrängung:  1.138 t

Weitere Informationen und Buchungskontakte:

Dampf-Eisbrecher STETTIN e.V.   Kieler Str. 318   22525 Hamburg

Telefon: 040-56 19 49 50   E-Mail: stettin@hoppe-marine.com   WEB: http://www.dampf-eisbrecher-stettin.de/ 


Logo:  Dampf-Eisbrecher STETTIN e.V., Hamburg
Fotos: Geesthacht.TV – Jürgen Karsch, Dampf-Eisbrecher STETTIN e.V. – Heidi Wiesner, Netzwerk Norddeutschland 
Video: Netzwerk Norddeutschland
Text:   Sylvia Karasch

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2 Kommentare

  1. Schade, dass kein Wort über die CO2 Belastung durch die Stettin geschrieben wird. Und wie wenig zeitgemäß es ist, über Stunden mit Kohle einen Kessel anheizen zu müssen, um ein paar traditionsselige Menschen zum Vergnügen die Elbe rauf und runter zu schippern… Ehrlich gesagt, ist die Stettin mit ihrem Russausstoß eine Zumutung für Bewohner und Besucher von Neumühlen, Oevelgönne, des Strands in Hamburg!

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