Politik

SPD-Antrag zur Weihnachtsbeleuchtung irritiert Harburger

Harburg. Schlicht eine ungeschickte Formulierung in einem Antrag der Harburger SPD-Fraktion fällt den Sozialdemokraten auf die Füße. In der Drucksache 21-2398 vom 12. September heißt es u.a. im Petitum: „Das Bezirksamt soll auf weihnachtliche Beleuchtung, z.B. bei dem Weihnachtsbaum auf dem Harburger Rathausplatz, verzichten.“ Zuvor erklärten die Genossen zum Sachverhalt den Zusammenhang, dass die Leuchtmittel meist aus asiatischen Ländern importiert würden und allein durch den Transport einen schlechten ökologischen Fußabdruck hinterlassen würden. Das würde neben dem Stromverbrauch ebenfalls die Überlegung unterstützen, insofern auf eine weihnachtliche Beleuchtung zu verzichten. Nachdem Harburg Aktuell berichtete, sahen sich die Bezirksabgeordneten offenbar genötigt, einen Ergänzungsantrag zu verfassen. Darin solle nun nochmal verdeutlicht werden, welche Intention dem Antrag zugrunde liegt. Frank Richter:  „Nun mag es in der Presse so dargestellt werden, dass die SPD dem Weihnachtsmarkt den Strom abdrehen will, doch das ist nicht der Fall. Das wurde auch in dem Pressegespräch aus dem berichtet wurde, deutlich gemacht. Es geht uns hier um Übermaß und Gedankenlosigkeit. Wir werden niemandem verbieten, eine weihnachtliche Beleuchtung zu verwenden. Weder können wir das, noch wollen wir das. Allerdings wollen wir ebenso wenig, dass nicht notwendige Weihnachtsbeleuchtung in schwierigen Zeiten auch noch durch bezirkliche Fördermittel unterstützt wird“. Im Fazit bleibt wohl festzuhalten, dass Gedankenlosigkeit auch beim Schreiben von Anträgen nicht hilfreich ist. Auch Anne Rehberg vom Veranstalter WAGS, der den Weihnachtsmarkt am Rathaus ausrichtet, sieht das Ganze gelassen:“ Wir haben das Thema seit Jahren im Blick und optimieren immer aufs Neue, schon der Kosten wegen“, erklärt sie. Außerdem ist der Weihnachsbaum auch kein bezirklich gefördertes Projekt. Wegen der aktuellen Situation haben wir das Thema Einsparungen auch explizit auf der Agenda.

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