Harburg

Es geht um Millionen: Staatsanwaltschaft lässt Büro in Harburg durchsuchen

Harburg. Mit der Sicherstellung zahlreicher Beweismittel erreichen die langwierigen Ermittlungen des Zolls im Auftrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg ihren vorläufigen Höhepunkt. Am frühen Mittwochmorgen wurden dazu die Räume einer Personal-Service Agentur im Deichhausweg und zahlreiche weitere Objekte im Bundesgebiet durchsucht. Ermittelt wird durch Ermittler des Fachkommisariats für Wirtschaftskriminalität und der Zollkontrolle Schwarzarbeit. Erste Anzeichen für Unregelmäßigkeiten erhielten die Beamten bereits 2018 bei einer verdachtsunabhängigen Personenkontrolle auf einer Baustelle in Hannover.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Es geht u.a. um Geldwäsche und bandenmäßige Beitragsvorenthaltung. Die Tatverdächtigen, teilweise auch Inhaber eigener Unternehmen in den Branchen Bau, Sicherheit und Logistik, sollen Arbeitnehmer eingesetzt haben, die nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren. Außerdem soll mit Abdeckrechnungen die Rechtmäßigkeit vorgetäuscht worden sein. Die Polizei weist auch darauf hin, dass bei solchen Vorgehensweisen oft auch keine Mindestlöhne gezahlt und Steuern nicht korrekt abgeführt würden.

Die beschlagnahmten Unterlagen und Datenträger werden nun ausgewertet und für das weitere Ermittlungsverfahren aufgearbeitet.

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