Sport

FC St. Pauli bekommt Mottomobil samt Anhänger

Hamburg. Der FC St. Pauli ist ein wahres Kulturgut in Hamburg. Der Sportverein gehört zur Hansestadt genauso wie das Hafenviertel und seit einigen Jahren auch die Elbphilharmonie. Besonders bekannt ist St. Pauli natürlich für seinen Fußballverein. Doch auch die Rugbyabteilung des Vereins kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. 

1933 ist die Abteilung bereits gegründet worden – von den Gebrüdern Lang. Die kommen ursprünglich aus Heidelberg und spielten in Hamburg Rugby beim SV St. Georg Als die Nationalsozialisten jedoch 1933 die Macht ergriffen, mussten die Brüder den Verein wegen ihrer jüdischen Herkunft verlassen. Sie schlossen sich dem FC St. Pauli an und überzeugten die 6. Fußball-Herren das Rugbyspiel aufzunehmen.  Inzwischen ist die Rugbyabteilung des FC St. Paulis die größte in ganz Deutschland, rund 650 Mitglieder gehören ihr an. 

Und bis heute lebt der Verein den Wert, dass alle willkommen sind. Es wird sich mit gegenseitigem Respekt begegnet und die Persönlichkeitsentwicklung steht im Vordergrund. Nun brauchten die Rugbyspieler dringend einen neuen Vereinsbus – um zu Auswärtsspielen zu fahren. Aber vor allem auch, damit alle Kinder und Jugendlichen am Training teilnehmen können. Denn nicht jeder kann sich die Fahrt mit der U-Bahn leisten. Doch Sport ist für alle da. 

Also hat sich der FC St. Pauli Hilfe beim Bad Kreuznacher Unternehmen Communitas Sozialmarketing geholt. Denn das Team hat sich auf Social Sponsoring spezialisiert und weiß, wie schwierig es manchmal für Sportvereine ist, an Fördermittel zu kommen. Als der FC St. Pauli um Unterstützung gebeten hat, hat das Team rund um Janis Zwickel nicht gezögert, sondern direkt gehandelt. Denn sie waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Sport und Bewegung sind den Kreuznachern eine Herzensangelegenheit. 

Sie sind nach Hamburg gefahren und haben mit Nils Zurawski, dem Leiter der Rugbyabteilung, gesprochen. Schnell war klar: Ein Ford Transit Kombi muss her. Ein wendiger 9-Sitzer, der die Spieler und Kinder von A nach B bringen kann. Natürlich im Design des FC St. Pauli. Dazu gab’s noch einen Kofferanhänger, auch im coolen Sportlook. Damit Material transportiert werden kann. 

„Wir sind seit vielen Jahren im Social Sponsoring aktiv“, erzählt Zwickel, „Beim FC St. Pauli haben wir uns besonders gefreut, dass wir helfen können. Denn wir kennen die bewegte Geschichte und stehen voll und ganz hinter den Werten des Vereins. Also haben wir das Auto und den Anhänger in viele kleine Flächen aufgeteilt und für jede dieser Flächen einen Sponsor gefunden. Gemeinsam ließ sich so dieses wichtige Projekt in die Tat umsetzen.“ Die lokalen Unternehmen waren genauso begeistert von dem Projekt wie die Communitas. 

Zurawski und das Rugbyteam freuen sich auf jeden Fall sehr über den neuen Vereinsbus und den Anhänger. Ihr Dank gilt der Communitas und natürlich den zahlreichen Sponsoren. Da die Zusammenarbeit so gut lief, ist für Anfang nächstes Jahr direkt ein neuer Bus geplant – auch hier wird wieder auf die Unterstützung der lokalen Unternehmen gesetzt. Denn „auf St. Pauli brennt noch Licht, da ist noch lange noch nicht Schicht“, wie der Hamburger Jan Delay so schön singt. 

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