Politik

Spielplätze im Bezirk Harburg: Anfrage offenbart schlechten Zustand

Neugraben-Fischbek. Eine Senatsanfrage des CDU-Wahlkreisabgeordneten André Trepoll offenbart den schlechten Zustand von Spielplätzen im Bezirk Harburg. Von insgesamt 65 Plätzen sind laut offiziellen Angaben der Behörden im Oktober 2022 nur 10 in einem guten Pflegezustand – 52 hingegen sind gemäß den Angaben der zuständigen Behörden höchstens von mittelmäßiger Qualität. Demgegenüber befinden sich beispielsweise im Bezirk Eimsbüttel 104 von 109 Anlagen in einem guten Zustand. In Hamburg-Nord sind es gar 139 von 140 Anlagen, bei denen Senat und Behörden einen optimalen Pflegezustand erkennen.

Darüber hinaus ist Hamburgs Süden die einzige Region in der gesamten Stadt, in der laut Senatsantwort gegenwärtig keine neuen Kinderspielplätze gebaut werden sollen und das, obwohl im letzten Jahr ein einziger neuer Naturerlebnisspielplatz mit einer Fläche von 2.800 Quadratmeter vor Ort fertiggestellt wurde. Es sticht ins Auge, dass Harburg von allen Bezirken mit Abstand die geringsten Mittel für die Unterhaltung und den Neubau von Spielplätzen zur Verfügung stehen. Dabei ist Harburg ein stark wachsender Bezirk, aber die Kinder schauen hier spielplatztechnisch in die Röhre.

Für Trepoll besonders ärgerlich: Der schon in der Vergangenheit mehrmals bemängelte Spielplatz am Hainholzweg wurde weiterhin nicht aufgewertet. Immerhin befindet sich diese Anlage in unmittelbarer Nähe zu einer der größten Grundschulen Hamburgs sowie zweier Kindertagesstätten. In Harburg werden derzeit lediglich drei Grundinstandsetzungen von Spielplätzen geplant: im Zündschnurweg für ca. 1.400.000 €, im Vahrenwinkelweg für ca. 180.000 € und im Ohrnsweg/Schule für ca. 600.000 €.

„Spielplätze dürfen keine Schrottplätze sein. Gerade in einer Großstadt wie Hamburg ist es wichtig, dass Kinder Platz zum Spielen und zur freien Entfaltung haben. Dieser Platz ist in einer Großstadt im Gegensatz zum ländlichen Raum naturgemäß nur in begrenztem Umfang vorhanden. Spielen ist für Kinder soziales Lernen in eigener Regie. Es ist mir seit Jahren eine Herzensangelegenheit, dass die Spielplätze in ganz Hamburg besser werden. Meine erste Anfrage an den Senat hat erheblichen Sanierungsbedarf in fast der gesamten Stadt ergeben. In vielen Bezirken ist in den letzten Jahren eine Menge passiert, bloß die Kinder in Harburg wurden vom Senat und Bezirk offensichtlich vergessen. Das ist bitter! Ich fordere vom Senat und Bezirk jetzt eine Qualitätsoffensive für gute Spielplätze in Harburg. Sauberkeit, intakte Spielgeräte und eine hohe Aufenthaltsqualität müssen auch hier möglich sein. Auch Harburgs Kinder brauchen gute Plätze zum Spielen!“

Zeige mehr
Anzeige

Ein Kommentar

  1. Bedauerlich, wie hier versucht wird, Stimmung zu machen. Der Bezirk Harburg ist seit Jahren aktiv in der Weiterentwicklung der Spielplätze. Von 2016 bis 2020 sind 2,58 Millionen Euro in Grundsanierung, Neubau und Aufwertung von Spielplätzen in Harburg ausgegeben worden und bis 2023 sind weitere 3,3 Millionen bereits verplant. Neben dem Drachenthal und den bereits im März eingeweihten Spielplatz Dritte Meile auch für den Wasserspielplatz Zündschnurweg und dem Aktivspielplatz Kapellenweg.
    Auch wenn man in der Opposition ist, sollte man sich als Politiker der Region Süderelbe auch damit beschäftigen, was gut läuft. Machen Sie Ihren eigenen Bezirk nicht schlechter, als er ist. Es gibt hier viele gute Entwicklungen – gerade auch im Bereich der Kinderspielplätze. Lassen Sie das nicht das Feld sein, in dem Sie die Regierungspolitik kritisieren. Das zieht nicht. Geben Sie sich etwas Mühe, werden Sie bestimmt Felder finden, in denen Sie etwas verbessern können – dieses Feld ist es nicht, denn es wird bereits seit Jahren gut bestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert